Kauft, aber keinen Salat!
Salat essen sollte bis jetzt ja immer gesund sein, und Rucola zu essen galt sogar als trendy. Doch seitdem im Rucola-Salat des Discounters PLUS auch das giftige Greiskraut gefunden wurde, müssen sich Salatliebhaber ihr bitteres Kraut auf anderen Wegen besorgen. Das hat sich wohl auch PLUS gedacht und aus dem Rucola-Skandal mal eben eine Geschäftsidee gemacht, Motto: Kauft keinen Salat, pflanzt ihn selbst an!
Dazu präsentiert PLUS den vergrätzten Kunden im hauseigenen Online-Shop prompt das nötige Equipment: ein Gewächshaus für den heimischen Garten.

Ob es so clever und wirtschaftlich nachhaltig von PLUS ist, den Kunden derart zur Rückkehr zur Subsistenzwirtschaft zu bewegen? Vielleicht haben aber auch nur alle PLUS-Qualitätsmanager zu viel Rucola probiert und wegen Leberschäden kollektiv den Dienst quittiert.
Immerhin kann PLUS die Verantwortung für die Qualität der Lebensmittel nun auf den Kunden abschieben, wenn der ab sofort das Grünzeug im eigenen Garten anbaut. Und der Verbraucher kann sich nur noch bei sich selbst beschweren, wenn er Schnecken im selbst gezogenen Salat findet.
Und auch das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) müsste sich nicht mehr die Mühe machen, der Bevölkerung überflüssige Tipps zu geben – wie es bei einem Fall von Salatverunreinigung im Jahr 2007 geschehen ist: „Das BfR rät zu besonderer Sorgfalt bei der Ernte und der Zubereitung von Salat, Blattgemüse und Kräutern. Verbraucher sollten diese vor dem Verzehr gut putzen und waschen sowie Pflanzenteile aussortieren, die keinen essbaren Pflanzen zugeordnet werden können“. Nichts leichter als das, denn dank PLUS säen und ernten wir bald alle wieder selbst – und da weiß man dann, was man hat.




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Ich wusste es. Salat ist eben doch nur Futter für das Futter.