Produkt-Wiki: Produki liebt Produkte

Freitag, 18. April 2008

Mit Produki geht demnächst eine weitere Website an den Start, die sich im selben Kosmos wie konsumo tummelt. Vorgestellt wurde das Projekt erstmals beim Webmontag Bonn, zu dem es auch schon etwas Feedback gab.

Außer der Präsentation vom Webmontag gibt es noch nicht viel von Produki zu sehen. Die URL www.produki.de leitet weiter zu blog.produki.de/beta, aber auch dort sind nur Screenshots zu sehen, die wenig erahnen lassen. Wer sich für einen Beta-Zugang registriert hat, soll aber spätestens im Mai mehr zu sehen bekommen.

Produki-ScreenshotSo wie sich das Projekt derzeit darstellt, scheinen sich die Gründer stark an ProductWiki orientiert zu haben - darauf lässt ja schon der Name des Projekts schließen. Wie beim amerikanischen Vorbild geht es bei Produki um Produkte, die in einem Wiki beschrieben werden. Im Gegensatz zu konsumo werden dabei aber nicht Produkttypen wie Wanderschuhe oder Küchenmaschine beschrieben, sondern einzelne Modelle der Hersteller. Von dem MP3-Player XY können die Nutzer unter anderem eine Liste von Vor- und Nachteilen erstellen. Die einzelnen Punkte dürfen dann bewertet werden (Daumen rauf, Daumen runter - siehe hier bei ProductWiki).

Die Kommunikation unter den Nutzern wird bei Produki aber besser kanalisiert als bei ProductWiki. Statt unübersichtlicher Foren soll an jede Produktseite eine Frage-Antwort-Funktion gebunden werden. So soll eine Fan-Gemeinschaft zu jedem einzelnen Produkt aufgebaut werden. Produki setzt damit genau an dem Kritikpunkt an, den Jochen Krisch einst gegen ProductWiki vorgebracht hat:

Wohl am wenigsten geeignet, um Erfahrungen im Social Commerce zu sammeln, ist der Technik- und Elektronikbereich. Und dennoch stürzen sich die meisten Startups ausgerechnet auf diese Produktkategorien (s. zuletzt Crowdstorm, Productwiki, etc.). Dabei passen emotionalere, um nicht zu sagen: sozialere Themen weitaus besser zu diesem Shoppingansatz.

Genau den Menschen, die eine emotionale Bindung zu einem Produkt aufgebaut haben, will Produki eine Heimstatt bieten. Das bringt auch der Claim “Wir lieben Produkte” zum Ausdruck - dazu haben wir schon unseren Senf abgegeben. Auf Emotionen basiert laut Aussage auf dem Webmontag auch das Geschäftsmodell: “Durch Produki bekommen Hersteller Zugriff auf Meinungsführer, so genannte Mavens”, erklärten die Gründer. Darin liegt auch ein wesentlicher Unterschied zum ProductWiki. Dort hat man es mehr auf den Verkauf der beschriebenen Produkte abgesehen, Produki dagegen soll auf den After-Sales-Markt zielen. Es sollen also Menschen angesprochen werden, die ein Produkt gekauft haben und nun Fragen dazu haben, etwa weil sie gutes Zubehör suchen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Produki ungewöhnlich viele Verknüpfungen zu konsumo aufweist. Nicht nur, dass beide Plattformen auf ein Wiki im Shopping-Umfeld setzen. Wir sind auch geographisch nah beieinander: Produki in Bonn, wir - zumindest zum Teil - in Köln. Und schließlich kommt unser Gründerteam aus demselben Stall. Wie die Produki-Gründer Roland Schäfer und Christian Clever haben wir an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Außerdem bei Produki am Start: Nico Zorn.

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Studie: Wem Konsumenten vertrauen

Montag, 7. April 2008

“Vertrauen 2.0 - Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen” lautet der Titel einer Studie, die sich damit auseinandersetzt, wie sich das Kaufverhalten in Zeiten von Social Networking verändert:

Konsumenten vernetzen sich und informieren sich zunehmend unabhängig von Hersteller und Händler. Das Vertrauen in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt ab, das Vertrauen in Meinungswissen (z.B. Wikis) nimmt zu. Die Masse der vernetzten Kunden bildet eine Art “höhere Intelligenz” und wird damit zur wichtigsten Orientierungsinstanz, die jedem noch so brillanten Experten vorgezogen wird.

Das schreibt das Gottlieb-Duttweiler-Institut. In dem auf der Seite verlinkten PDF heißt es außerdem:

Immer mehr Menschen holen sich selbst bei spontanen Kaufentscheiden via Mobiltelefon noch schnell den Ratschlag ihrer Familie oder Freunde. Die Händler verlieren damit zunehmend die Kontrolle über die Kommunikation - selbst am Point of Sale, von wo aus Kaufwillige via Handy den Rat ihres Netzwerks einholen.

Und in Zukunft werden sie das sicher auch per mobilem Internet tun. Ob die Studie allerdings so weit in die Zukunft blickt, ob sie überhaupt Neues bringt oder nur Bekanntes aufwärmt, lässt sich anhand der frei zugänglichen Teile nicht beurteilen. Immerhin stützen sich die Schweizer auf eine repräsentative Umfrage und fördern so Aussagen über die Vertrauenswürdigkeit zutage wie:

Am ärgsten steht es um die Politiker. Sie bilden das Schlusslicht unter den Institutionen – gemeinsam mit großen Firmen: Wer zuverlässige Informationen sucht, wendet sich erst an vierter oder fünfter Stelle an Hersteller oder Händler.

Die neuesten Buzzwords zum Thema “Me-Conomy” gibt es übrigens hier.

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Rätselhaftes Google II

Montag, 7. April 2008
Screenshot Google Mail

Google versenkt seine eigenen Alerts. Google Mail hatte uns schon im Februar Rätsel aufgegeben.


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