Gemeinsam gut beraten

Dienstag, 29. Januar 2008

Wir haben uns intensiv Gedanken darüber gemacht, wie wir mit einfachen Mitteln, nämlich Wörtern, deutlicher machen können, um was es bei konsumo geht. Wichtigster Punkt war dabei unser Claim: Aus “gemeinsam einfach schlau” ist jetzt “gemeinsam gut beraten” geworden. Wir mögen ihn sehr, vor allem weil er schön mehrdeutig ist. Wer konsumo ansurft, ist gut beraten, wird gut beraten und kann andere beraten.

Außerdem haben wir an ein paar Formulierungen auf der Website gearbeitet. Auf der Startseite wird Besuchern jetzt durch die Überschrift “konsumo - Ihr Verbraucherportal” sofort deutlich gemacht, was konsumo ist - auch wenn darin sicherlich noch etwas Zukunftsmusik mitschwingt. Die Wiki-Texte, die wir bisher Kaufberater genannt haben, heißen jetzt durchgängig Ratgeber. Zum einen ist das ein schöneres Wort als Kaufberater, zum anderen war die Änderung aber auch einfach notwendig, weil eben längst nicht mehr alle bei konsumo beschriebenen Produkte käuflich sind: Versicherungen, Mietwagen, Nachhilfe. Hinzu kommen wie immer viele kleine Änderungen.

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Hessen stürmen konsumo

Mittwoch, 16. Januar 2008

konsumo-CrashDer Hessische Rundfunk hatte heute Vormittag zwei Berichte über konsumo im Programm. Wie zu erwarten war, tippten die Hessen dann auch fleißig www.konsumo.de in ihren Browser ein. Nach dem ersten Beitrag um kurz nach 11 Uhr kamen schon einige, als eine halbe Stunde später ein Interview folgte, verzeichnete unsere Statistik noch mehr Besucher aus Fulda, Frankfurt und Kassel.

So viele Besucher waren noch nie gleichzeitig auf unserer Seite. Das hat offensichtlich auch unseren Server überrascht, sodass er beschlossen hat, den schönen Peak in der Statistik nicht weiter wachsen zu lassen und sich um 11.50 Uhr in die Mittagspause zu verabschieden.

Eine kurze Mittagspause - um kurz nach 12 Uhr hatte das Team von Gutzmann EDV in Lübeck den Server überredet weiterzuarbeiten, der übrigens gerade seinen leistungsstärkeren Nachfolger in seine Arbeit einweist. So konnten die Radiohörer konsumo dann doch noch ausprobieren, in der Stunde zwischen 12 und 13 Uhr hat sich der Traffic dann auch besser verteilt.

Wir danken allen Hessen und dem Hessischen Rundfunk für diese Erfahrung!

P.S.: So ganz *nebenbei* haben wir damit wohl auch mit dem Image des Radios als Nebenbeimedium aufgeräumt. Radio wirkt!

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Ein Blog als Dauerwerbesendung

Dienstag, 15. Januar 2008

Platte Werbung mögen wir ja nicht sonderlich. Höchstens, wenn einem mal nach Trash ist, kann man sich das ansehen, was mancher Sender da sendet, manche Zeitung oder Zeitschrift druckt und womit manche Website ihre Besucher vergrault. Wir mögen kreative Werbung, Werbung, die uns unterhält, zum Lachen bringt, über die man eben spricht. Und das ist wohl auch die Idee des Dauerwerbeblogs: Einfallsreiche Werbung, über die man spricht, soll dem gerade gestarteten Angebot Besucher und Einnahmen gleichermaßen bescheren.

Bisher allerdings ist eher das klassische Angebot zu sehen: Google- und Amazon-Anzeigen. Beim Inhalt fällt der Test eines Notebooks auf. “Bei uns gibt es 99 Prozent Werbung und ein Prozent Eigenwerbung”, sagen die vom Dauerwerbeblog. Aber was ist das denn dann?

Das spiegelnde Display ist nicht bestechend scharf, dafür aber gut beleuchtet. Mittelklasse. Fazit: Keine wirklichen Macken und einige schöne Ausstattungsmerkmale (Festplatte, Prozessor, Sound, Schnittstellen) machen das Satellite A210-172 zu einem durchaus zu empfehlenden Paket. Mann, was für ein bescheuertes Fazit. Trotzdem mal angucken.

Da weiß ich ja gar nicht mehr, ob das jetzt objektiv oder subjektiv geschrieben ist, oder einfach nur umsatzoptimiert: durch Nennung kleiner Mängel Glaubwürdigkeit erzeugen. Das ist dann genau das, was wir gar nicht mögen, das ist noch schlimmer als Trash-Werbesendungen. Im Endeffekt hat der Blog für mich durch solche Rezensionen die gleiche Glaubwürdigkeit wie ein Versicherungsmakler: Er verdient nur etwas dran, wenn ich das Produkt auch kaufe (und dazu auf die Amazon-Anzeige klicke).

Wenn der Dauerwerbeblog die Kurve noch kriegt und er tatsächlich zur Präsentations- und Ausprobierplattform für kreative Werbung wird, dann werden wir sicherlich auch mal öfter vorbeigucken. Die ersten 24 Stunden des Blogs können aber noch nicht überzeugen. Vielleicht können wir ja mit einer eigenen konsumo-Werbeidee beitragen? Mal überlegen…

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Volvic: Verwirrende Prozentrechnung auf dem Etikett

Dienstag, 15. Januar 2008

Trinken ist wichtig - das weiß jeder. Wie viel man am Tag trinken muss, das weiß allerdings keiner so genau. Weit verbreitet ist der Glaube, dass es mindestens zwei Liter pro Tag sein müssen, was wohl nicht stimmt.

Volvic-Etikett1,5 Liter am Tag wird auf dem Etikett der Flaschen der Mineralwassermarke Volvic empfohlen - Wasser der Marke Volvic wohlgemerkt. Gut, dass Volvic das Wasser in 1,5 Liter-Flaschen verkauft - das macht die tägliche Flüssigkeitsdosierung einfach. Und die Begründung, dafür, dass man diese Menge nicht unterschreiten sollte, wird gleich mitgeliefert: “Wussten Sie, dass 2%* weniger Flüssigkeit im Körper zu einem Leistungsverlust von bis zu 20 Prozent führen können?”

Ui, das ist ja erschreckend: Bei 1,5 Litern Tagesbedarf entsprechen zwei Prozent gerade einmal 30 Millilitern: Wer also statt 1,5 nur 1,47 Liter Volvic trinkt, riskiert einen schweren Leistungseinbruch. Könnte man zumindest meinen, wenn man nicht den Text liest, auf den das kleine Sternchen verweist. Die zwei Prozent sind nämlich “bezogen auf das Körpergewicht” - das steht am unteren Rand des Etiketts. Das ändert einiges: Auf mein Körpergewicht von grob geschätzt 85 Kilogramm bezogen entsprechen zwei Prozent immerhin 1,7 Kilogramm oder 1,7 Litern. Über den Daumen gepeilt müsste ich also einen Tag lang gar nichts trinken, um einen Leistungsverlust von 20 Prozent zu erleiden. Wer hätte das gedacht…

Die Sache mit dem Zwei-Prozent-Leistungseinbruch war übrigens der Aufhänger für eine groß angelegte PR- Aufklärungs-Kampagne von Volvic, die Verbraucher sensibilisieren und zum ausreichenden Trinken motivieren sollte. Schön, wenn sich Unternehmen so für ihre Mitmenschen engagieren.

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Wie entsteht Wiki-Wissen?

Freitag, 4. Januar 2008

Christian Pentzold, Doktorand an der TU Chemnitz, hat untersucht, wie Wissen in Wikipedia entsteht und seine Ergebnisse als Buch veröffentlicht. Fünf Fragen geht er laut der Pressemitteilung in seinem Werk nach:

Wie lässt sich die Vielzahl an Dokumenten, aus denen die Wikipedia besteht, angemessen ordnen und beschreiben? Wie lassen sich Aspekte des Diskurskonzepts von Michel Foucault auf die Situation Wikipedia modellieren? Wie entsteht prototypisch ein Wikipedia-Artikel? Wie und worüber kommunizieren die Autoren während ihrer Redigier-Aktivitäten? Wie kommt es, dass sich eine Position etabliert, während andere verschwinden, wo doch alle Autoren die gleichen Rechte besitzen?

Ein sehr wissenschaftlicher Ansatz also. Es ist wohl keine Schande, wenn man gerade nicht so genau weiß, was nochmal das Diskurskonzept von Foucault war, aber das kann man dann ja wieder bei Wikipedia nachgucken. Interessant erscheinen mir aber vor allem die letzten beiden Fragen. Auf der Suche nach den Antworten hat der Wissenschaftler exemplarisch einen Edit-War beim Artikel Verschwörungstheorie untersucht. Dabei stellte Pentzold fest, dass die entbrannte Diskussion einer persönlichen Konfrontation recht nahe kam, weil sie im Minutentakt ablief. Schließlich konnte der Kritiker keine weiterführenden Argumente liefern, sondern beschimpfte andere Teilnehmer, woraufhin er von einem Moderator von der Diskussion ausgeschlossen wurde. So entstand dann wieder eine stabile Version - durch Machtausübung. Und da schließt sich für den Forscher der Kreis zu Foucault und seiner Theorie. Ihr zufolge ist Wissen immer ein Ausdruck von Macht.

In Wikipedia sieht Pentzold zwei Funktionen vereint: Diskussionsraum und Informationsspeicher. Entsprechend heißt sein Buch “Wikipedia - Diskussionsraum und Informationsspeicher im neuen Netz” (Reinhard Fischer Verlag, 294 Seiten, ISBN 978-3-88927-434-2, 20 Euro). (via Golem.de)

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Günther Jauch erforscht konsumo

Donnerstag, 3. Januar 2008

RTL-Übermoderator Günther Jauch erforscht am Sonntag “Die Weisheit der Vielen” - und damit das Grundprinzip, auf dem konsumo fußt. Einen ersten Hinweis auf die Sendung gab vor einiger Zeit schon RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

Die Sendung dreht sich darum, ob die Masse immer recht hat. Zum Beispiel ist der Publikumsjoker bei Wer wird Millionär? ja immer der sicherste Rat - und nicht etwa der Telefonjoker. Wir wollen jetzt diesem Phänomen der “Weisheit der Vielen” mit der neuen Show Rechnung tragen. Wir werden ein Live-Experiment auf die Beine stellen, das es in dieser Größenordnung noch nicht gegeben hat.

Als Vorlage für die Show dient das Buch Die Weisheit der Vielen von James Surowiecki. Die Show zum Buch also. Ob es wirklich spannende Unterhaltung wird, wage ich zu bezweifeln. Obwohl: Die Weisheit der Vielen ausgerechnet bei RTL zu suchen, das hat schon was.

Jauch will testen, ob die Fernsehnation schlauer ist als einzelne Experten im Studio. Die Zuschauer treten mit ihren per Telefon, SMS und Internet eingereichten Antworten unter anderem gegen den Geschichts-Professor Eckhard Freise an, der bei Wer wird Millionär? als erster die Million abstaubte.

In der erfolgreichen Quiz-Sendung hat sich übrigens schon oft gezeigt, dass die Einschätzung Vieler gegenüber Einzelmeinungen vorzuziehen ist: Die Statistik verrät, dass der Publikumsjoker bei Wer wird Millionär? viel wertvoller ist als der Telefonjoker: Der Freund am anderen Ende der Leitung liegt nur in 65 Prozent der Fälle richtig, das zufällig zusammengewürfelte Publikum schafft 90 Prozent richtige Antworten.

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