Update: neue Funktionen und Verbraucher-Nachrichten

Montag, 17. Dezember 2007

Nach einer Reihe kleinerer Updates und Bugfixes haben wir konsumo nun erstmals deutlich erweitert. Die neue Version behebt nicht nur einige Fehler, sondern bietet auch zahlreiche Neuerungen. In Zusammenarbeit mit unseren IT-Partnern von Gutzmann EDV haben wir eine Reihe von Funktionen überarbeitet und ergänzt: Suchen, drucken oder bookmarken ist deutlich einfacher geworden.

Die augenscheinlichste Neuerung sind aber die Verbraucher-Nachrichten: Auf konsumo werden wir künftig täglich aktuelle Meldungen zu Verbraucherthemen veröffentlichen. Wer mag, kann die Verbraucher-Nachrichten als Feed abonnieren.

Dabei werden wir keine Pressemitteilungen von Unternehmen verwerten, die ihre neuen Produke anpreisen. Genau wie die Kaufberater im konsumo-Wiki sollen auch die Verbrauchernachrichten Konsumenten nützliche Informationen abseits vom PR- und Marketing-Geschwafel liefern. Im Vordergrund stehen deshalb Verbraucherschutzthemen wie Lebensmittelskandale, Gerichtsurteile, Gesetzesänderungen, Preisstatistiken, Rückrufaktionen oder Konsumstudien.

Aktuelle Meldungen sind aus unserer Sicht inhaltlich eine sinnvolle Ergänzung zu den Kaufberater-Artikeln: Langfristig wollen wir konsumo als Portal etablieren, das Verbraucher umfassend und unabhängig informiert - aktuelle Nachrichten gehören in jedem Fall dazu. Um konstant hohe Qualität und Aktualität zu sichern, werden die Verbraucher-Nachrichten redaktionell erstellt.

Außerdem haben wir einige Elemente auf der Seite verschoben und so hoffentlich alles etwas benutzerfreundlicher gemacht. Die kommenden Updates werden vor allem wieder den Web-2.0-Charakter von konsumo hervor heben: Geplant sind eine Reihe von Funktionen, die den Community-Gedanken stärken werden.

Google will’s beweisen: Content is King

Freitag, 14. Dezember 2007

Google plant den Aufbau einer Wissensdatenbank unter dem Titel Google Knols (von Knowledge). Wie das so ist bei neuen, noch geschlossenen Plattformen, machen fleißig Spekulationen die Runde. Knols, der Wikipediakiller? Wohl kaum. Golem benennt den wichtigsten Unterschied zwischen der Artikelsammlung von Knols und dem Gemeinschaftswerk Wikipedia:

Dabei will Google vor allem die Bedeutung des Autoren solcher Artikel in den Vordergrund rücken, wie es nach Google-Weltsicht auch bei Büchern, Zeitungsmeldungen und wissenschaftlichen Artikeln der Fall ist.

Google Knols: Peer ReviewDas wirft unmittelbar die Frage auf, wie Google denn die Echtheit der Autoren feststellen will. Bei Büchern, Zeitungsmeldungen und wissenschaftlichen Artikeln geht der Leser davon aus, dass der Text ein gewisses Qualitätsmanagement durchlaufen hat - und bei Wikis wie Wikipedia oder konsumo ist dieses im System eingebaut. Bei Google Knols, so ist zu befürchten, soll das Vertrauen in die Qualität durch ein nettes Foto des Autors neben dem Artikel aufgebaut werden. Aber nein, der Screenshot verrät, dass es neben den üblichen Kommentaren auch Peer Reviews gibt, ein in der Wissenschaft übliches Verfahren. Es soll also offensichtlich tatsächlich ein Expertennetzwerk aufgebaut werden. Insofern steht Google Knols in einem starken Gegensatz zu Wikipedia: Hier werden Ross und Reiter genannt, wird ein Bild des Autors veröffentlicht, dort sind es gerade die anonymen, nicht registrierten Nutzer, die die wertvollsten Inhalte liefern.

Fraglich auch, wie Google die Inhalte im Zaum halten will. Anderswo hat es ja nach guten Anfängen reichlich Wildwuchs gegeben. Knol-Autoren zu beschränken, ihre Sachkunde im Einzelfall zu prüfen, das kann für einen Massendienst wie Google keine Lösung sein. Oder, Read/WriteWeb?

It won’t be a walled garden but will live on the open web. Attribution will be substantial and Google is presumably working with high-profile topic specialists on the Knol project.

Letztlich folgt Google mit Knols dem alten SEO-Mantra “Content is King”. Nach Google Answers ein weiterer Versuch mit User Generated Content selbst zu punkten, statt nur Drittinhalte zu vermitteln. Sollte der Dienst funktionieren, wird Google damit sicherlich eine große Menge einzigartigen und relevanten Inhalts sammeln. Ob dieser aber mit heute bekannten Wikis oder Fachartikel-Sammlungen konkurrieren oder eine ganz andere Qualität haben wird, lässt sich kaum sagen.

Update:

Einen Satz zur Qualitätsfrage hatte ich im Original-Google-Post übersehen:

Once testing is completed, participation in knols will be completely open, and we cannot expect that all of them will be of high quality. Our job in Search Quality will be to rank the knols appropriately […]

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Mitten in der Zielgruppe

Dienstag, 11. Dezember 2007

Gestern in unserer Besucherstatistik:

Suchanfrage

(Durch Klick vergrößern und mal auf die Suchphrase achten…)

konsumo wird offensichtlich von genau den Besuchern gefunden, die wir uns wünschen.

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Gift in Spielzeug: selbst testen?

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Die Rückrufaktionen für giftiges Spielzeug aus China haben die Verbraucher aufgeschreckt. In den USA anscheinend noch mehr als bei uns. Dort werden Testkits verkauft, mit denen Eltern angeblich selbst feststellen können, ob das Spielzeug ihrer Kleinen mit Blei belastet ist. Sinnvoller erscheint mir da schon die Seite HealthyToys, auf der Eltern nachsehen können, ob bestimmtes Spielzeug Schadstoffe enthält. Für Blei, Kadmium, Chlor, Arsen und Quecksilber wird dort angegeben, ob ein Produkt bedenkliche Werte erreicht. Naturgemäß beschränkt sich die Seite auf die amerikanische Produktpalette. Aber viele Spielzeuge wie die von den jüngsten Rückrufaktionen betroffenen Mattel-Produkte sind ja ohnehin international.

Blei in den Regalen? Komplett giftfreie Öko-Spielzeuge sind für die meisten Kinder wohl keine Alternative - der Charme von Holzspielzeug wirkt auf Kevin & Co. nur bedingt. Ökotest-Redakteur Klaus Späne nennt im Interview mit der Readers Edition einen Mittelweg:

Die meisten Kinder stehen eher auf konventionelle Spielsachen, das ist wahr. Aber es gibt durchaus Hersteller wie etwa Playmobil, Big oder Käte Kruse, die bewusst auf unbedenkliche Materialien setzen, wenn auch nicht auf Öko-Stoffe. Grundsätzlich dürften sich die Hersteller aber nach dem Markt richten: d.h. wenn die Verbraucher belastete Produkte nicht mehr kaufen, kommen auch eher gesündere Produkte in die Geschäfte.

Sicherlich können sich nicht alle Eltern die genannten Marken leisten. Aber dass Qualität und Preis zusammenhängen, bestätigt auch Verbraucherschützerin Sylvia Maurer im Deutschlandfunk:

Sie sollten nicht in sogenannten Billigläden, 99-Cent-Shops, Spielzeug einkaufen, weil sich da herausgestellt hat, dass die Gewerbeaufsicht besonders häufig gefährliches Spielzeug findet.

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Klimawandel-Taschen und Kalender für Schüler

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Verbraucher sein will gelernt sein, sagt sich wohl der Verbraucherzentrale Bundesverband. Und deshalb gibt er zusammen mit der Stiftung Warentest und Generation Europe einen kostenlosen Kalender für Schüler heraus, der auf den harten Alltag unserer Konsumgesellschaft vorbereiten soll.

Wie reklamiere ich richtig? Wer hilft mir, wenn ich Schulden habe? Und wie schütze ich mich vor Datendiebstahl im Internet? Wann ist das Downloaden von Musik über Tauschbörsen erlaubt, welche Versicherungen sind beim Start in die Ausbildung oder ins Studium notwendig und was ist beim Online-Shopping zu beachten?

All diese Fragen will der Schülerkalender beantworten, dessen Titel lautet: “Gut informiert, clever entscheidenâ€. Und wer meint Schüler der Klassenstufen 8 bis 11 wären bei ihren Kaufentscheidungen finanziell doch sowieso auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen, der täuscht sich. Die Kaufkraft der Kinder steigt rapide, so die KidsVerbraucheranalyse der Bauer-Verlagsgruppe:

Die rund 11,28 Millionen Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 19 Jahren haben insgesamt 20,43 Milliarden Euro zur Verfügung. Innerhalb von zwei Jahren ist die Finanzkraft der 6- bis 19-Jährigen damit um 24 Prozent angestiegen. Die Jungen und Mädchen verfügen monatlich über durchschnittlich 73 Euro aus Taschengeld, Geldgeschenken und Einnahmen aus ersten Jobs. Zum Geburtstag und zu Weihnachten gibt es im Schnitt noch einmal 84 und 95 Euro dazu.

Bei der Online-Umfrage zum Schülerkalender können sich die jungen Verbraucher jetzt zusätzlich etwas dazu verdienen. Natürlich kein Geld, aber viele Sachpreise - darunter mysteriöse “Klimawandel-Taschen”.

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