das-war-nicht.net: Beschwerde-Blog für Verbraucher geplant
Da hatte wohl jemand die Faxen dicke: Nachdem Robert Basic Ärger mit der Telekom hatte, hat er sich entschlossen, ein Beschwerde-Blog ins Leben zu rufen: Unter der Domain das-war-nicht.net sollen künftig Verbraucher, die sich unfair behandelt fühlen, ihre Beschwerden veröffentlichen können.
Grob skizziert sieht das Konzept so aus: Verbraucher wenden sich mit ihren Beschwerden an das das-war-nicht.net-Team. Um zu verhindern, dass die Texte mit Beleidigungen und Verleumdungen gespickt sind, sollen einige wenige Regeln gelten, an die sich die Schreiber halten müssen. Um die Einhaltung sicher zu stellen, sollen freiwillige Moderatoren die Beiträge erst nach einer Prüfung freischalten. Das soll verhindern, dass das Projekt innerhalb kurzer Zeit eingeht, weil Unternehmen ihre Anwälte auf die Blog-Betreiber hetzen.
Der Bedarf für eine solche Plattform ist ohne Zweifel riesig. Weil die Gefahr juristischer Konflikte aber sehr groß ist, wagt Basic mit seinem Projekt einen Tanz auf der Rasierklinge, wie bei Onlinemarketing konkret treffend dargestellt wird:
Wenig Regeln - klare Worte - Streit, Abmahnungen, Klagen - Ende!
oder
Klare Regeln - sanfte Worte - harte Moderation - x-tes Plauder-Forum
Zünglein an der Waage könnte die hohe Bekanntheit und der gute Ruf sein, die Basic als der laut den Deutschen Blogcharts meist verlinkte Blogger genießt. Die dadurch garantierte große Aufmerksamkeit in der Blog- und Medienwelt könnte das-war-nicht.net davor bewahren, zu Tode geklagt und abgemahnt zu werden. Zumindest müssten bekannte Marken-Unternehmen befürchten, dass der Image-Schaden groß ist, wenn sie ihre Anwälte auf das Projekt loslassen, statt auf die Beschwerden einzugehen. Denn der Blog soll nicht nur als Online-Pranger, sondern laut Robert Basic auch als Kommunikationsplattform dienen:
natürlich begrüßen wir es, wenn die Unternehmen sich zu den Vorwürfen äußern würden. Das soll kein Pranger für Firmen werden, sondern eine mögliche Anlaufstelle für einen offenen Dialog




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Ja das ist echt eine gute Idee mit dem Beschwerdeblog, aber wie steht es denn nun mit dessen Umsetzung. Die Seite scheint ja noch nicht ganz fertig zu sein ;)? Der Eintrag hier ist ja nun mittlerweile auch schon ein Jahr alt.
Ich frag mich nämlich auch, ob so etwas rein rechtlich funktionieren würde.