Relaunch: Kochpiraten wird zu Effilee

Montag, 26. November 2007

EffileeDass das Thema Kochen derzeit ein echter Publikumsrenner ist, merkt man nicht nur an der Kochshow-Flut im TV. Auch im Web köchelt es, besonders deutlich wurde das vergangene Woche durch die millionenschwere Akquise von chefkoch.de durch Gruner & Jahr. Eines der interessantesten Koch-Projekte ist Kochpiraten, ein Wiki für Hobbyköche und Feinschmecker, das mobile.de-Gründer Vijay Sapre ins Leben gerufen hat. Nutzer finden hier Rezepte und Know-how rund um die Küche, können bestehende Beiträge bearbeiten und neue verfassen.

Doch Kochpiraten war gestern, neuerdings heißt der Dienst Effilee. Warum ein neuer Name her musste, erklären die Betreiber in einer Mail, die sie an die registrierten Nutzer verschickt haben:

Was uns fasziniert an der Küche, vor allem an der Spitzenküche, sind Sorgfalt, Hingabe und kompromißloses, manchmal geradezu irrationales Qualitätsbewußtsein. Auf die Dauer konnten wir das mit dem Bild des Piraten nicht in Einklang bringen. Mit Effilee gelingt uns das besser. Es hat unter anderem die Bedeutung “schärfen, anspitzen” und es steht auch für eine besonders naturbelassene Handelsform erstklassigen Geflügels.

Sympathisch ist, dass die Macher es nicht bei dieser PR-Profi-mäßigen Erklärung belassen, sondern auch den etwas banaleren Hintergrund erläutern:

Dies vorausgeschickt, könnte man natürlich trefflich darüber schwafeln, warum man sich nach nächtelangen Diskussionen auf ausgerechnet diesen Namen festgelegt hat. Die Wirklichkeit ist natürlich viel banaler: Wir hatten wegen eines anderen Projektes noch die Domain effilee.de und es klingt halt ganz gut. So gut, daß wir beschlossen haben: Das können und wollen wir mit Leben füllen. Und zwar ab jetzt.

aebleskiver von Effilee-Nutzer guidoAbgesehen vom Namen hat sich bei Effilee noch einiges mehr geändert: Zum Beispiel wurde nicht nur das Logo ausgetauscht, sondern auch das Design stark überarbeitet. Wenn ich mich nicht irre (mein letzter Besuch liegt schon eine Weile zurück), sind auch einige neue Funktionen dabei: So können Benutzer im Stile von Yahoo Clever und Co. Fragen stellen, die andere Community-Mitglieder beantworten können.

Zusätzlich zu den Wiki-Inhalten finden Nutzer bei Effilee auch eine redaktionell gepflegte Restaurant-Datenbank, in der vor allem Gourmet-Tempel aufgelistet sind. Die Gasthäuser sind aufgrund der Bewertungen in renommierten Gourmet-Führern wie dem Guide Michelin in ein Restaurant-Ranking eingeordnet. Zudem stellen ausführliche Portraits eine Reihe renommierter Köche vor. Bei Effilee konnte ich zum Beispiel nachlesen, dass das in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Büro gelegene Restaurant La Société mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde und der aus dem TV bekannte Chefkoch Mario Kotaska seinen Stabmixer, die Küchenmaschine und den Induktionsherd besonders mag. Wen’s interessiert…

Ein Geschäftsmodell haben die Macher von Kochpiraten übrigens immer noch nicht gefunden. Auf der Website heißt es:

Ein netter Journalist hat uns mal als “Startup ohne Geschäftsmodell” beschrieben. Das trifft es ganz gut: Momentan wissen wir noch nicht so genau, womit wir mal Geld verdienen sollen. Aber das findet sich.

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Daumen hoch für sexy konsumo

Dienstag, 20. November 2007

konsumo in der TV Spielfilmkonsumo ist laut der aktuellen Ausgabe der TV Spielfilm “Best of Web”. Europas härteste Filmredaktion Deutschlands bestgemachtes TV-Magazin reckt den rosa Daumen für konsumo in die Höhe. In der Rubrik Shopping werden wir gemeinsam mit kompostierbaren T-Shirts von Trigema, Gadgets fürs Iphone und den grandiosen Loriot-E-Cards genannt. Schade, dass es keine Detailwertung gibt, wir hätten gerne drei Punkte für Anspruch und einen Erotikpunkt gehabt. Erotik zieht die Leute ja immer ins Internet… Hey, konsumo ist sexy!

Bild: Ausriss/Montage

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das-war-nicht.net: Beschwerde-Blog für Verbraucher geplant

Donnerstag, 15. November 2007

Da hatte wohl jemand die Faxen dicke: Nachdem Robert Basic Ärger mit der Telekom hatte, hat er sich entschlossen, ein Beschwerde-Blog ins Leben zu rufen: Unter der Domain das-war-nicht.net sollen künftig Verbraucher, die sich unfair behandelt fühlen, ihre Beschwerden veröffentlichen können.

Grob skizziert sieht das Konzept so aus: Verbraucher wenden sich mit ihren Beschwerden an das das-war-nicht.net-Team. Um zu verhindern, dass die Texte mit Beleidigungen und Verleumdungen gespickt sind, sollen einige wenige Regeln gelten, an die sich die Schreiber halten müssen. Um die Einhaltung sicher zu stellen, sollen freiwillige Moderatoren die Beiträge erst nach einer Prüfung freischalten. Das soll verhindern, dass das Projekt innerhalb kurzer Zeit eingeht, weil Unternehmen ihre Anwälte auf die Blog-Betreiber hetzen.

Der Bedarf für eine solche Plattform ist ohne Zweifel riesig. Weil die Gefahr juristischer Konflikte aber sehr groß ist, wagt Basic mit seinem Projekt einen Tanz auf der Rasierklinge, wie bei Onlinemarketing konkret treffend dargestellt wird:

Wenig Regeln - klare Worte - Streit, Abmahnungen, Klagen - Ende!

oder

Klare Regeln - sanfte Worte - harte Moderation - x-tes Plauder-Forum

Zünglein an der Waage könnte die hohe Bekanntheit und der gute Ruf sein, die Basic als der laut den Deutschen Blogcharts meist verlinkte Blogger genießt. Die dadurch garantierte große Aufmerksamkeit in der Blog- und Medienwelt könnte das-war-nicht.net davor bewahren, zu Tode geklagt und abgemahnt zu werden. Zumindest müssten bekannte Marken-Unternehmen befürchten, dass der Image-Schaden groß ist, wenn sie ihre Anwälte auf das Projekt loslassen, statt auf die Beschwerden einzugehen. Denn der Blog soll nicht nur als Online-Pranger, sondern laut Robert Basic auch als Kommunikationsplattform dienen:

natürlich begrüßen wir es, wenn die Unternehmen sich zu den Vorwürfen äußern würden. Das soll kein Pranger für Firmen werden, sondern eine mögliche Anlaufstelle für einen offenen Dialog

Teamwork quer durch Deutschland

Dienstag, 13. November 2007

Wie, ich sehe müde aus? Nun ja, ich bin ja auch um 4 Uhr aufgestanden, um von Köln noch pünktlich zum anzureisen. Aber dort gab’s dann ja einen leckeren Brunch inkl. Guten-Morgen-Saft. Einigermaßen erfrischt hatte ich dann noch die Ehre, vor der Kamera von förderland Rede und Antwort stehen zu dürfen. Es geht um: Rückblick und Ausblick und vor allem um geographische Herausforderungen beim Teamwork.

Altersvorsorge: Schluss mit Aufschieben

Freitag, 9. November 2007

Trip old men. But only over there?Es ist nun mal ein anstrengendes Thema. Aber weil es auch ein wichtiges Thema ist, will ich hier einfach nur mal kurz auf das aktuelle und sehr umfangreiche Dossier der Financial Times Deutschland zum Thema Altersvorsorge hinweisen. Man hat ja eigentlich gar keine Lust, sich durch die vielen verschiedenen Tarife und Optionen durchzuwühlen (es gibt sogar Produkte für Öko-Altersvorsorge), aber die FTD macht einem den Einstieg in das Thema leicht. Und wer es in den nächsten zwölf Monaten noch schafft, einen Vertrag abzuschließen, kann unter Umständen noch sparen. Danach schlägt die neue Abgeltungssteuer zu.

Die ganze Aufschieberei bringt doch sowieso nichts.

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konsumo im Radio

Mittwoch, 7. November 2007

Nach der Starteuphorie im August ist längst der graue Startup-Alltag eingekehrt: Arbeit ist eben auch in der Web-2.0-Welt Arbeit. Da ist es umso aufmunternder, wenn ab und an in verschiedenen Medien über konsumo berichtet wird.

In den letzten Tagen wurde konsumo zwei Mal im Radio erwähnt: Bei Radio Bremen gehörte konsumo zu den fünf “coolen Weblinks”, die der Moderator Axel P. Sommerfeld wöchentlich präsentiert und die auch bei Mister Wong als Webtipps-Charts veröffentlicht werden. Und Radio NRJ hat uns heute im Trend-Report erwähnt - wer mag kann sich den Beitrag als mp3-Datei herunterladen. Unser Heimatsender 1Live hatte schon vor einiger Zeit in der Rubrik klick über uns berichtet. In Sachen Radio können wir mit der Medienpräsenz also ganz zufrieden sein.

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Geeks in Berlin

Montag, 5. November 2007

Überall hier auf der Web 2.0 Expo sind die Blog-Eingabemasken auf den Notebook-Displays zu sehen, da muss ich wohl auch mal wieder bloggen.

Zwei Tage Berlin liegen hinter mir, zwei interessante Tage auf dem Barcamp Berlin 2 (). Eine Nummer größer als das Barcamp Cologne 2, internationaler (man sprach englisch) und irgendwie geschäftlicher war’s. Ich habe einige spannende Sessions zum Themenspektrum Identity/Privacy und Webstandards besucht. Für eine eigene Session hat es diesmal nicht gereicht - obwohl sie schon vorbereitet war… Aber der Sessionplan war ohnehin schon übervoll.

Sendung mit der Maus

Jetzt sitze ich noch etwas verschlafen auf der Web 2.0 Expo. Einen eher langweiligen Workshop über SEO habe ich verlassen und lausche jetzt dem Thema “Building Social Applications”. Schon gelernt: “User generated content” heißt jetzt “indigenous content”.

P.S.: Ob Konferenz oder Un-Konferenz: Ein wackeliges WLAN ist wohl ein Muss…

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Anonyme Helfer: Wiki mit oder ohne Anmeldung?

Montag, 5. November 2007

Etwas verspätet bin ich bei Heise auf die Meldung gestoßen, dass bei der englischsprachigen Wikipedia die Regeln für nicht angemeldete Autoren wieder gelockert wurden: Nach knapp zwei Jahren Sperre dürfen anonyme Nutzer wieder neue Artikel anlegen. Die Lockerung der Regeln erfolgt zunächst auf Bewährung: Sollte der Vandalismus daraufhin wieder zunehmen, soll die Sperre wieder angeschaltet werden.

Ein Grund für die Rolle Rückwärts von Wikipedia ist, dass anonyme Nutzer erfahrungsgemäß sehr gute Beiträge liefern: Eine kürzlich veröffentliche Studie von Wissenschaftlern des amerikanischen Dartmouth College hat gezeigt, dass die Qualität der Beiträge von nicht angemeldeten Nutzern im Schnitt sogar höher ist als die von registrierten Wikipedianern.

Macht man eine Anmeldung zur Voraussetzung für die Mitarbeit an einem Wiki, besteht also die Gefahr, fähige Schreiber auszuschließen, die keine Zeit oder Lust haben, sich zu registrieren. Auf der anderen Seite erleichtert es Vandalen natürlich das Handwerk, wenn Sie sich nicht in irgendeiner Form identifizieren müssen. Weil beide Aspekte großes Gewicht haben, haben wir vor dem Start von konsumo lange darüber gegrübelt, ob wir Internetnutzern auch ohne Anmeldung die Möglichkeit zur Bearbeitung der Kaufberater-Texte bieten sollten.

Letztendlich haben wir uns dann zu einer Kompromisslösung entschieden. Gäste dürfen mitschreiben - ihr Beiträge werden aber vor der Veröffentlichung von Admins überprüft. Dadurch soll nicht zuletzt auch das Risiko minimiert werden, dass rechtlich bedenkliche Beiträge auf konsumo veröffentlicht werden.

Bislang haben wir mit dieser Lösung gute Erfahrungen gemacht - immer wieder haben nicht registrierte Nutzer wertvolle Beiträge zu unseren Texten geliefert. Gleichzeitig konnten wir so einige Beiträge vor der Veröffentlichung abfangen, mit denen die Schreiber offensichtlich nur ihre Produkte bewerben wollten.

Update:

Rolle rückwärts bei Wikipedia: Anonyme Autoren dürfen bis auf weiteres doch nicht neue Artikel erstellen. Laut heise wurde das Vorhaben nach erbitterten Diskussionen in der Gemeinschaft auf Eis gelegt.