Hungrig im Supermarkt
Dienstag, 16. Oktober 2007
Diese Sparfüchse können einem aber auch alles verderben. Erst sollen wir unser Auto untertourig fahren, um Sprit zu sparen, dann sollen wir unsere Standby-Geräte richtig ausschalten und jetzt sollen wir auch noch vollkommen genussfrei einkaufen. Um im Supermarkt nicht den bösen Tricks der modernen Warenpräsentation zu unterliegen, sollten wir
- nicht hungrig einkaufen gehen
- nicht müde einkaufen gehen
- einen kleinen Einkaufskorb wählen
- uns streng an einen Einkaufszettel halten
- uns die Nase zuhalten
- uns am besten gleichzeitig auch die Ohren zuhalten
- statt Großeinkäufen öfter kleine Einkäufe machen
- nur Männer einkaufen lassen
- nur Supermärkte wählen, in denen man sich im Uhrzeigersinn vom Eingang zur Kasse bewegt.
Wirklich eine Unverschämtheit, dass die Ladeninhaber uns ihre Waren ansprechend präsentieren! Doch was würde es bedeuten, wenn in Supermärkten künftig ansprechende Beleuchtung, Musik und Düfte wegfallen würden, wenn alle Kunden nur noch mit klarem Kopf einkaufen gingen?
Wenn wir lediglich das einkaufen würden, was wir wirklich brauchen, ginge morgen weltweit die Wirtschaft zugrunde. Ich bin 55. Hemden, Hosen, Schuhe – davon habe ich genügend für den Rest meines Lebens.
sagt Supermarktwissenschaftler Paco Underhill, wird aber auch weiterhin Klamotten kaufen. Und ich auch. Ich mache mir keinen Einkaufszettel und keinen Wochenspeiseplan, wie es von der Geizlobby empfohlen wird. Ich gehe nicht gerne mit vollem Bauch einkaufen. Ich genieße es, mich im Supermarkt von den angebotenen Waren inspirieren zu lassen und eine spontane Kaufentscheidung zu treffen. Da macht es auch nichts, wenn ich am Ende mehr Geld an der Kasse lasse als nötig wäre - Genuss kostet eben Geld.
Was sagt eigentlich der Shopblogger dazu?




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