Kriterien beim Autokauf

Donnerstag, 27. September 2007

Männer suchen StatusDie Verbraucheranalyse 2007 hat zu Tage gefördert, wie unterschiedlich Männer und Frauen an den Kauf eines Autos herangehen. Die einzelnen Produktmerkmale eines Neuwagens werden von den Geschlechtern unterschiedlich gewichtet. “Männer suchen Status“, fasst Horizont.net das Ergebnis zusammen.

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Web-2.0-Zitat des Tages

Donnerstag, 27. September 2007
Of course, the “wisdom of the masses†produced a few 20th-century bummers, not least in Germany, Italy, the Soviet Union and China.
Roger Cohen/New York Times

Gefunden in dieser großartigen Zitatensammlung des Medienlese-Blogs.

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Deutsche kaufen moralisch

Donnerstag, 27. September 2007

konsumo, so steht es in unserer Philosophie, soll Verbrauchern helfen, “eine vernünftige Kaufentscheidung entsprechend ihrer Bedürfnisse” zu fällen. Wir haben dabei meist technische Bedürfnisse im Kopf: Wer braucht einen Drucker mit Display? Was bringt eine isometrische Kopfform bei Tennisschlägern? Bei vielen Käufern spielt aber inzwischen auch die Moral eine Rolle. Davon geht jedenfalls Deutschlands oberster Verbraucherschützer Gerd Billen in einem Interview der taz aus:

Wir leben heute in einer anderen, einer globalisierten Welt. Ich kann mit meiner Kaufentscheidung Dinge im Positiven wie im Negativen beeinflussen, unabhängig davon, was meine Regierung macht. (…) Ich erwarte nicht, dass sich jemand 24 Stunden lang mit der Frage beschäftigt, wie Produkte und Dienstleistungen hergestellt werden, die er an dem Tag konsumiert. Aber ich glaube, es ist wichtig, Informationen bereitzustellen. Damit ein Verbraucher die Auswirkungen des Konsums berücksichtigen kann.

Dass die Verbraucher an solchen Informationen auch interessiert sind, sie nutzen und daraus Handlungen ableiten, das belegt eine aktuelle Studie von McKinsey. Gerade die deutschen Konsumenten achten besonders darauf, dass sich Unternehmen auch um das Gemeinwohl sorgen, schreibt die “Absatzwirtschaft“:

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Lebensmittel einer bestimmten Marke auf Grund der Firmenpolitik nicht gekauft bzw. Einzelhändler boykottiert zu haben. Rund 40 Prozent der befragten Verbraucher haben anderen außerdem vom Kauf eines bestimmten Produkts abgeraten.

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Focus Online setzt auf Verbrauchercontent

Montag, 17. September 2007

Screenshot turi2.deFocus Online will in Zukunft stärker auf Verbrauchercontent setzen: Schon jetzt, sagt Focus-Online-Chef Jochen Wegner im Interview auf turi2.de, bekomme die Redaktion “massiv” viele Erfahrungsberichte von Konsumenten - zum Beispiel zur Service-Qualität bei deutschen Unternehmen. Auf der Basis dieser “spannenden Geschichten” will Wegner 2008 eine Service-Community aufbauen. Wie genau die aussehen und sich von den bestehenden Sites unterscheiden soll, hat Peter Turi ihm allerdings nicht entlockt.

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E-Mail-Patzer: Deutsche Kreditbank (DKB) spielt Phishern in die Hände

Freitag, 14. September 2007

DKB-Newsletter im Phishing-StilVerbraucherschützer warnen ohne Ende, klären auf und zeigen, wie sicheres Online-Banking funktioniert. Doch Phisher machen immer noch gute Geschäfte, die Aufklärung scheint nur begrenzt zu wirken. Auch die Banken trommeln fleißig für mehr Aufmerksamkeit, weil es schließlich in ihrem ureigensten Interesse ist, das Geld der Kunden zu schützen. Eine Ausnahme scheint die Deutsche Kreditbank (DKB) zu bilden. In einem an Kunden dieser Bank verschickten E-Mail-Newsletter preist die DKB ihr neues Internetbanking an:

Sehr geehrter Herr X,
ganz bequem von Zuhause aus können Sie alle Bankgeschäfte im Neuen Internet-Banking jetzt noch einfacher und schneller erledigen. Überzeugen Sie sich jetzt von den vielen neuen Funktionen und Services!

Und dazu liefert die Bank dann praktischerweise einen Link zur Banking-Plattform - und torpediert damit alle Aufklärungsbemühungen gegen Phishing. Ganz abgesehen davon, dass sie sich damit als sicheres Kreditinstitut meiner Meinung nach selbst disqualifiziert. Denn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schreibt auf seiner Website:

Geldinstitute, Online-Auktionshäuser wie eBay, aber auch sonstige seriöse Wirtschaftsunternehmen wissen, dass E-Mails von Betrügern leicht gefälscht werden können. Daher werden sie ihre Kunden niemals per E-Mail dazu auffordern, darin angeführte Links anzuklicken und dort vertrauliche Daten einzugeben.

Das gehört zu den Grundregeln gegen Phishing, die auch viele Banken, die DKB eingeschlossen, verbreiten. Dementsprechend schreibt das BSI auch weiter: “Wenn Sie eine derartige E-Mail erhalten, dann können Sie davon ausgehen, dass es sich um einen Phishing-Angriff handelt.” Hinzu kommt, dass die DKB keinen einheitlichen und als echt erkennbaren Link kommuniziert, sondern in dem Newsletter lautet der Link wie folgt:

Zum Internet-Banking :
http://news.dkb.de/link.php?id=d9346389dd91k3913jd8q24
(Ursprüngliche ID durch eine willkürliche ersetzt)

Eine kryptische Weiterleitungs-URL, die zudem nicht mit https:// beginnt, obwohl beispielsweise das BSI Online-Banking-Kunden stets dazu rät, auf dieses Indiz für eine verschlüsselte Verbindung zu achten. Da erscheint es wie ein Treppenwitz, dass die DKB in der selben E-Mail ihren Kunden empfiehlt:

Starten Sie das Neue Internet-Banking direkt und machen Sie sich mit den vielen neuen Funktionen vertraut:
- Bewahren Sie wichtige Dokumente z.B. Ausweiskopien sicher im Tresor

Es kommt noch besser: Auf der sich öffnenden Online-Banking-Seite warnt die DKB selbst mit einem Sicherheitshinweis davor, auf Links in Bank-E-Mails zu klicken und auf der aufgerufenen Seite Daten einzugeben. Der gestern verschickte Newsletter, der genau dazu aufruft (”Starten Sie das Neue Internet-Banking direkt”), wird allerdings nicht explizit erwähnt und auch auf Anfrage per E-Mail hat sich die DKB bisher nicht von dem Newsletter distanziert.

Auch Datenschutz-Handhabung fragwürdig

Nun könnte man dies mit einigem Wohlwollen als einen Ausrutscher werten. Leider aber ist dies nun schon der zweite Fauxpas, mit dem die DKB mir negativ auffällt. Obwohl nicht DKB-Kunde, bekam ich vor wenigen Monaten eine seltsame E-Mail (hier leicht gekürzt und anonymisiert dargestellt):

Sehr geehrte Frau L.,
hiermit bestätigen wir Ihnen, dass wir Ihr Darlehen am 27.03.07 voll ausgezahlt haben.
Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Team Kreditvalutierung
Deutsche Kreditbank AG
Niederlassung Internet
Team Kreditvalutierung(FLS_III)

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: INFO-DKB
An: NL Internet Team Kreditvalutierung
Betreff: RR Frau L. / KV

Sehr geehrte Kollegen,

folgender Kunde bittet um RR:

Name: Dana L.
Konto: XXXXXXXXX
Telefon: 0170 / XXXXXXX
E-Mail: dana.l.@XXXX.de

Frau L. bittet um kurze Info, wann ihr o.g. Darlehen ausgezahlt wird.
Die Kundin braucht eine schriftliche Bestätigung über die Auszahlung als Sicherheit für Ihren Verkäufer.
Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
XXXX XXXXXXXX
DKB-Service GmbH
Team Kundenkommunikation
Hotline

Diese E-Mail ging unverschlüsselt über das Netz und landete in meinem Postfach. Was war passiert? Die DKB hatte offensichtlich eine E-Mail-Adresse von Frau L. gespeichert, die zu einer meiner Domains gehörte. Da die E-Mail-Adresse dana.l.@meinedomain.de aber nicht existierte, schickte der E-Mail-Server sie weiter an mich als Inhaber der Domain. (Anmerkung: Ich betreibe keinen E-Mail-Service und kenne Dana L. nicht. Ich weiß nicht, wie die falsche E-Mail-Adresse in die DKB-E-Mail gelangte.) Auf meine Rückfrage bezüglich des sicheren Umgangs mit Kundendaten bei der DKB erhielt ich leider bis heute keine Antwort.

Fazit

Kunden können einiges tun, um ihr Girokonto auf sichere Art online zu führen. Aber die Bank muss ihren Teil dazu beitragen und sollte mit gutem Beispiel vorangehen, statt die mit Mühe erreichten Aufklärungserfolge gegen Phisher und für sicheren E-Mail-Verkehr zunichte zu machen. Kunden haben durch E-Mails wie die von der DKB kaum noch die Chance zu erkennen, welche Bank-E-Mails echt sind und welche von Phishern verschickt wurden. In den Sicherheitshinweisen der DKB steht übrigens: “Neben unseren Aktivitäten zur Gewährleistung der Sicherheit ist auch Ihr Beitrag als Kunde unverzichtbar.” Bei der DKB mehr denn je, möchte man hinzufügen.

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Hitler fährt mit

Mittwoch, 12. September 2007

When You Ride Alone You Ride With Hitler!Ich habe gerade versucht, unseren Artikel über Carsharing zu bebildern und bin auf dieses tolle Plakat von 1943 gestoßen. Es meint allerdings Carsharing im Sinne von Fahrgemeinschaften, was etwas am Thema vorbei geht (nicht der einzige Grund, warum ich dann doch ein anderes Bild für den Artikel gewählt habe). Ich wäre allerdings fast enttäuscht gewesen, wenn es nicht mittlerweile eine zeitgemäßere Version mit Osama bin Laden statt Hitler gäbe. Wahlweise auch als Hörbuch erhältlich. Und wegen des großen Erfolgs des reißerischen Titels gibt’s bald auch eine Fortsetzung

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Stiftung Warentest 2.0

Mittwoch, 12. September 2007

Screenshot test.deDie Stiftung Warentest hat ihren Internetauftritt überarbeitet und kommuniziert jetzt die Adresse www.test.de: “Ein kurzes www.test.de reicht künftig, und Sie sind auf unserer Seite.” Nun ja, so ganz neu ist die Adresse nicht, ich habe sie bisher immer benutzt. Aber jetzt ist sie eben offiziell.

Screenshot Click&Buy-LoginDas neue Design der Site ist sehr webzweinullig: abgerundete Ecken, Farbverläufe, bunte Buttons. Der neue RSS-Feed wird prominent beworben und ausführlich erklärt. Manches klappt sich schön smooth auf und zu, wenn man draufklickt. Auf Community-Features dagegen verzichten die Warentester. Der Login dient nur zum Kauf und entführt den Nutzer überdies kurzzeitig auf eine hässliche Click&Buy-Seite. Insgesamt scheint mir der Versuch, eine Unmenge an Informationen übersichtlich darzustellen, aber durchaus gelungen. Und wer die alte Seite kannte, weiß: Es konnte nur besser werden.

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Igel-Content

Donnerstag, 6. September 2007

Igel mit Eisbecher - Quelle: PolizeiEs ist wirklich gar nicht so einfach, das richtige Produkt zu kaufen. Das Produktmerkmal Igelfreundlichkeit gibt es jedenfalls bisher bei keinem in konsumo beschriebenen Produkt. Deshalb jetzt an dieser Stelle eine Warnung an alle Igelfreunde: Kauft erst nächsten Sommer wieder McFlurry-Eisbecher, dann sind sie igelfreundlich! (via IA News, Foto: Polizei)

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AGB-PR-Gau - aus Gründersicht

Mittwoch, 5. September 2007

In regelmäßigen Abständen geht ein Rauschen durch den Blog-Wald, wenn brisante Stellen in den AGB irgendeines Online-Dienstes aufgespürt werden - so auch wieder heute. Denn Golem meldet, dass in den Nutzungsbedingungen der Google-Online-Office-Software “Text und Tabellen” Passagen enthalten sind, die zumindest verdächtig sind: Laut den Nutzungsbedingungen erhält Google weitgehende Nutzungsrechte für die Text- und Tabellen-Dokumente, die Nutzer eingeben.

Die Diskussion darüber, welche Tragweite die Passagen in den Google-AGB haben, überlasse ich gerne anderen. Was mich nachdenklich macht: Für ein kleines Start-Up, wie konsumo eines ist, würde ein solcher PR-Gau einen unkalkulierbaren Schaden bedeuten. Deshalb dürfen wir als Gründer Nutzungsbedingungen nicht auf die leichte Schulter nehmen: Es ist undenkbar, Nutzungsbedingungen zu verwenden, die auf einen Bierdeckel passen. Ohne Anwalt geht es nicht - leider.

Handschlag statt AGB?

Ganz ehrlich: Für mich als Gründer sind Nutzungsbedingungen genauso ein notwendiges Übel wie für viele genervte Internetnutzer. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich jedes neue Community-Mitglied einfach mit virtuellem Handschlag begrüßen: Fußball-Manager-Koryphäen wie Uli Hoeneß oder Rainer Calmund haben schließlich auch immer wieder Verträge mit ihren Spielern mit einem festen Händedruck besiegelt - ein Gentlemen-Agreement ohne Kleingedrucktes.

Vielleicht ist es genau dieses gespaltene Verhältnis zu den Nutzungsbedingungen, das auch bei Gründern immer wieder zu vermeidbaren Fehlern geführt hat. Gerade kleinen Start-Ups kann ich daher den einen oder anderen Faux-Pas bei den Nutzungsbedingungen verzeihen, wenn sie die Fehler schnell korrigieren. Bei einem milliardenschweren Unternehmen wie Google dagegen fällt mir das allerdings deutlich schwerer.

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Weniger Funktionen, mehr Komfort?

Mittwoch, 5. September 2007

Samsung SGH X830Ein kurzer Nachtrag zum IFA-Text von neulich: Die SZ (schon wieder!) stellt unter der Überschrift Chaos im Wohnzimmer fest, dass die Alltagstauglichkeit von Produkten bei den Konsumenten eine immer größere Rolle spielt, aber nur wenige Hersteller das verstehen. Dazu gibt es eine lustige Bildergalerie mit Positiv- und Negativbeispielen.

Allerdings: Ob es wirklich so ist, dass weniger immer mehr ist? Weniger Funktionen = mehr Komfort? Die Gleichung geht meiner Meinung nach nicht immer auf. Denn wenn ich ein neues Handy kaufe, dann hätte ich am liebsten alles in einem: Telefon, Kamera, MP3-Player, Radio, Browser, Navigationsgerät. Nur benutzbar muss es sein. Und Apples Erfolgsgeheimnis besteht dann doch in mehr als bloßem Weglassen