Sprechen Sie IFA?

Donnerstag, 30. August 2007

Vor der Eröffnung der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin lese ich in einer dpa-Meldung zu einer Studie von PricewaterhouseCoopers, dass mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten nicht wissen, was sich hinter der Abkürzung HDTV verbirgt. Das Resumee der Marktforscher:

Den Konsumenten fällt es zunehmend schwer, die technologische Entwicklung zu überblicken und eine Kaufentscheidung zu treffen.

Die Süddeutsche Zeitung kommentiert entsprechend auf Ihrer Wirtschaftsseite:

So lassen sich die Werbeabteilungen von Panasonic, Toshiba oder Sony immer neue Abkürzungen einfallen, um Geräte anzupreisen. Dabei vergessen sie, dass zwar die Produkte HD-ready sein mögen - ihre Kunden sind es aber noch lange nicht. Die neuen Möglichkeiten begeistern, aber nur in dem Maße, in dem der Konsument damit umgehen kann.

Die SZ zeigt dabei auf, dass mit dem Einzug von Prozessoren in Fernsehgeräte die Unterhaltungsbranche die Fehler der Computerindustrie wiederholt. Doch auch die Stereoanlage feiere in Zeiten von multimedialen Wohnzimmersystemen eine Renaissance - ihrer Einfachheit wegen. Der Konflikt zwischen buzzword-trächtigen Features und einem bedienbaren Gerät wird laut der oben zitierten Studie aber auch auf anderen Feldern ausgetragen:

Von den Berufstätigen wünschen sich fast 70 Prozent ein einfaches Handy ohne Zusatzfunktionen.

Computer, Unterhaltungselektronik, Telefone - wir haben uns daran gewöhnt, dass wir die Geräte nicht mehr ohne Blick in die Bedienungsanleitung benutzen können. Und für eben solche Geräte scheinen die Hersteller einen Markt zu sehen. Selbst bei elektrischen Zahnbürsten:

Die Oral-B Triumph Professional Care 9900 ist “smart”, so heißt es auf der Verpackung, und das darf der Benutzer wie folgt verstehen: Er kann das Gerät erst benutzen, nachdem er die Bedienungsanleitung mindestens zehn Minuten lang studiert hat. Das ist entwürdigend.

schreibt die Süddeutsche Zeitung in einem Testbericht.

P.S.: In der Studie von PricewaterhouseCoopers bekommt auch die Web-2.0-Gemeinde ihr Fett weg. Es muss eben an allen Ecken und Enden für mehr Verständlichkeit gesorgt werden:

Überraschend ist, dass mit dem häufig genutzten Schlagwort Web 2.0 nur 15 Prozent der Befragten etwas anfangen können. Das trifft selbst auf knapp 30 Prozent der Befragten zu, die sich selbst als Technik-Kenner einstufen.

Statt consumo: Kaufberatung gibt es nur unter konsumo.de

Mittwoch, 29. August 2007

Der Regionalsender Radio Bonn/Rhein-Sieg hat in zwei Beiträgen über konsumo berichtet. Darüber haben wir uns natürlich gefreut. Kurz darauf rief allerdings eine Bekannte an, die die Beiträge gehört hatte: Sie suchte verzweifelt und erfolglos im Internet nach unserem Kaufberater. Der Grund: Statt konsumo.de hatte sie consumo.de in die Adresszeile eingegeben. Im flüchtigen Medium Radio hört man den Unterschied eben schlecht…

Zum Anhören: Radio Bonn/Rhein-Sieg berichtet über konsumo

Erwarten Internetnutzer Anglizismus-Verschwurbelungen?

Eigentlich gefällt uns der Name konsumo sehr gut: Es besteht ein direkter Bezug zu unserem Produkt, das sich an Konsumenten richtet. Und kaum jemand tut sich schwer damit, ihn zu buchstabieren - das ist bei anderen Startups oft anders. Nur der Anfangsbuchstabe macht Probleme: Immer wieder vermuten Menschen, die den Namen nur gehört haben, dass er sich mit “C” am Anfang schreibt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele bei einem Web-2.0-Startup eine hippe Anglizismus-Verschwurbelung als Namen erwarten.

Wir machen bei dieser Verenglischung der Netzwelt nicht mit und geben uns weltmännisch: konsumo kommt nämlich aus der Weltsprache Esperanto und heißt - wer hätte das gedacht - Konsum.

500 Euro für einen neuen Namen

Für einen neunen Namen für unsere Plattform ist es jetzt ohnehin zu spät. Kreative Geister, denen ständig gute Namen für Web-Plattformen einfallen, sollten sich ohnehin lieber Gedanken über einen Namen für den Event-Kalender wevent machen: Die Gründer suchen einen neuen Namen und zahlen immerhin 500 Euro an den Gewinner des Namenswettbewerbs.

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Phobie-Report Teil 2: Die Angst des Gründers vor dem Bloggen

Sonntag, 26. August 2007

Eigentlich bin ich kein sonderlich ängstlicher Mensch. Aber nachdem ich am Freitag schon von meiner Blogger-Phobie berichtet habe, muss ich nun auch meine Angst vor dem Bloggen gestehen.

Den konsumo-Blog gibt es immerhin schon seit Mitte Mai. Auch wenn Andreas Gerads von easn.de uns dankenswerter Weise in seine Liste von Gründerblogs aufgenommen hat, muss ich zugeben, dass wir vor dem Start kaum etwas zu konsumo geschrieben haben. Wir haben uns mehr auf Verbraucherschutzthemen konzentriert. Rückblickend habe ich drei Gründe dafür identifiziert, dass wir kaum über unser Projekt berichtet haben:

FearGrund 1: Angst vor dem Ideenklau

Natürlich hat man als Gründer Angst um seine Idee. Auch wenn wir hin und wieder Andeutungen über unser Konzept in die Blog-Beiträge eingestreut haben, hielt uns die Furcht vor einem Ideen-Klau davon ab, mehr vom konsumo-Konzept zu enthüllen. Der Thinkomat-Blogger Marko Krause kommt in seinem interessanten Beitrag zum Thema Gründungsblogs (via best-practice-business.de) zu dem Schluss, dass es bisher noch keinem Start-Up wirklich geschadet hat, offen über das Konzept zu berichten. Das mag stimmen. Leider ist es mit der Angst vor dem Ideen-Klau wie mit der bei Kindern verbreiteten Furcht vor einem Monster unter dem Bett: Selbst wenn sie sich vergewissert haben, dass dort nur alte Socken liegen, vertreibt das die Angst nicht immer.

Grund 2: Angst vor der Blamage

Wer ein Unternehmen gründet, lernt dabei eine Menge - nicht zuletzt auch aus den vielen, teilweise haarsträubenden Fehlern, die man im Laufe der Zeit begeht. Über seine vielen Irrtümer offen zu reden (oder zu schreiben), fällt den wenigsten Menschen leicht - auch aus Angst, sich zu blamieren.

Wie ich festgestellt habe, ist aber gerade Kommunikation das beste Mittel gegen solche Gefühle. Wenn man zum Beispiel Veranstaltungen wie das Barcamp besucht, merkt man schnell, dass sich andere Gründer mit denselben Problemen herumschlagen. Vielleicht hätte ein offener Umgang im Blog einen ähnlich positiven Effekt gehabt.

Grund 3: Journalisten als Blogger

Wie die anderen konsumo-Gründer auch, bin ich gelernter Journalist. Auch wenn ich deshalb das Schreib-Handwerk eigentlich ganz gut beherrschen sollte, hat mich dieser berufliche Hintergrund eher gehemmt. Als Journalist ist man gehalten, Sachverhalte klar, sachlich und faktenorientiert darzustellen. Das eigene Profil, die eigene Meinung steht dabei klar im Hintergrund. Als Journalist sucht man zudem nach Themen, die andere interessieren - es ist sehr ungewohnt, sich selber in den Mittelpunkt zu stellen. Für einen Gründerblog zu schreiben, war und ist deshalb für mich eine große Umstellung.

Ängste muss man überwinden

Ich bin zuversichtlich, dass ich meine Angst vor dem Bloggen genauso überwinden werde, wie die vor den Bloggern. Künftig werden wir im konsumo-Blog öfter darüber berichten, was uns beschäftigt. Verbraucherschutzthemen werden im konsumo-Blog aber weiterhin eine Heimat haben: Schließlich ist es das Ziel unserer Plattform, Konsumenten das Leben einfacher zu machen.

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konsumo (fast) live und in Farbe

Freitag, 24. August 2007

Uargh, mein erstes Interview. Naja, schaut’s Euch an, bei easn.de.

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Die Angst des Gründers vor den Bloggern

Freitag, 24. August 2007

Dass die letzten Tage vor dem Launch von konsumo stressig werden würden - damit hatte ich gerechnet. Dass aber die Zeit danach eigentlich viel nervenaufreibender wird, hatte ich nicht gewusst. Kurze Zeit, nachdem www.konsumo.de nicht mehr passwortgeschützt war, verschickten wir die Pressemitteilung und einige persönlich adressierte E-Mails an eine Handvoll Blogger, bei denen wir ein grundsätzliches Interesse für konsumo vermuteten. Das Warten auf das Feedback aus der Blogosphäre entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe.

Bangen wie bei der Diplomarbeit

Ich kann mich erinnern, dass ich ähnliche Gefühle hatte, als ich meine Diplom-Arbeit abgegeben hatte: Ich hatte monatelang sehr viel Arbeit und Zeit in mein Projekt investiert. Klar, dass ich nun sehnsüchtig darauf wartete, dass meine Professoren ihre Beurteilungen abgaben. Verschlimmert wurde die Situation dadurch, dass man immer die Schwächen eigener Werke am besten kennt. Während ich auf die Note für meine Arbeit wartete, fielen mir natürlich wieder all die Passagen ein, bei denen ich aus Zeitmangel und/oder Faulheit etwas oberflächlich geblieben war oder an denen die Argumentation eine Lücke aufwies.

Im Prinzip war es mit konsumo genauso: Nach dem Launch der Open-Beta verspürte ich alle drei Minuten das tiefe Bedürfnis mal bei Google oder Technorati nachschauen, ob nicht jemand etwas über konsumo veröffentlicht hatte. Und genau wie bei meiner Diplom-Arbeit fielen mir die vielen Ideen ein, die wir bei konsumo aus Zeitgründen vorerst nicht umgesetzt haben. Mussten die Blogger unser Projekt nicht zwangsläufig in der Luft zerreißen?

Das Schlimmste ist überstanden

Zwei Tage nach dem Launch habe ich das Schlimmste überstanden: ich gebe inzwischen nur noch alle zehn Minuten konsumo bei den Suchmaschinen ein. Alles in allem bin ich mit der Resonanz sehr zufrieden: Eine ganze Reihe von Blogs hat über unser Projekt berichtet.

Wenn wir mit zum Beispiel mit konsumo im englischsprachigen Raum an den Start gehen, müssen wir uns eigentlich keine Gedanken mehr darüber machen, wie man unser Konzept kurz und knapp auf Englisch zusammenfasst: Das hat Markus Spath für blognation germany schon hervorragend getan:

Getting value for money is more difficult, because you need more information to make an informed buying decision. Obtaining this information can be costly and time consuming. There is a vast amount of information available on each product, but it is hard to extract some meaning from fact sheets or arbitrary data points; you also could spend hours in scanning reviews, but you never know if they are biased or ill-informed. konsumo is a new wiki for consumers which wants to fill this gap. […] konsumo does not tell you what to buy, it wants to tell you what is important to know when you want to buy something.

Es ist ein gutes Gefühl, festzustellen, dass unsere Idee bei einigen Menschen angekommen ist: Was etwa Alexander Hüsing bei Deutsche Startups schreibt, spricht mir aus der Seele: “Im Grunde bietet die Verbraucher-Plattform damit nicht nur Kaufinformationen, sondern auch Lebenshilfe.” Und Stefan Heß vom Fischmarkt lieferte schon vor dem Start der Open-Beta den hippen Anglizismus, den jedes Start-Up bitter nötig hat: “Social Kaufberatung”. Das Buzz-Word-Feld hatten wir bislang noch sträflich unbeackert gelassen.

Reicht der Appell an den guten Willen?

Natürlich gab es auch die eine oder andere kritische Anmerkung, zu denen ich hier noch kurz Stellung nehmen will. Stefan Wolk schreibt zum Beispiel bei shoppingzweinull.de:

Übergreifend stelle ich mir die Frage, ob der Appell an den guten Willen der User für eine rege Teilnahme am Wiki ausreichen wird - keine Ahnung???

Diese Frage stellen wir uns natürlich auch. Dass das Wiki-Prinzip funktionieren kann, hat Wikipedia ja gezeigt. Ob Platz für ein weiteres Wiki neben der Web-Enzyklopädie ist, wird sich herausstellen :-)

Robert Basic von Basic Thinking interessiert sich mehr für Infos zu bestimmten Produkten als für Wissen über Produktgattungen, wie es bei konsumo zu finden ist:

ich interessiere mich primär für ein gegebenes Produkt und will von den anderen wissen, was für Mankos das Ding hat und wo es glänzt. Nicht, wo TFT-Monitore allgemein glänzen sollen und wo nicht.

konsumo kann sicher Testberichte nicht ersetzen - das ist auch nicht unser Ziel. Dennoch ist konsumo aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung. Für Laien sind Testberichte häufig unverständlich - vor allem die aus Fachmagazinen. Um beim Beispiel TFT-Bildschirm zu bleiben: Testberichte liefern beispielsweise Informationen darüber, welche Reaktionszeit ein Monitor hat oder wie hoch der Kontrast ist. Dass die Leser wissen, worum es sich dabei handelt und ob das überhaupt für sie von Bedeutung ist, wird oft stillschweigend vorausgesetzt. konsumo liefert solche Basis-Informationen.

konsumo füllt Informationslücken

Und auch diejenigen, die sich mit Computer-Krempel gut auskennen, haben Informationslücken auf anderen Gebieten: Bei konsumo erfährt man eben auch, was der Unterschied zwischen Arabica- und Robusta-Kaffee ist und warum Zahnpasta möglichst viel Fluorid enthalten sollten.

Weitere Meldungen über konsumo aus der Blogosphäre in:

blog.tzwaen.com
Querdenker
The Museum of Modern Betas
Web2Null

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Auch bei Produkten: Mehr Sicherheit durch mehr Kontrollen?

Freitag, 24. August 2007

Kaum gibt es einen Skandal um Keime/Viren/Gifte in Lebensmitteln/Vögeln/Spielzeug werden Politiker aktiv, aber leider nicht kreativ und fordern: mehr Kontrollen. Reflexartig reagierte entsprechend Verbraucherminister Horst Seehofer auf die Rückrufaktionen von gefährlichem Spielzeug aus China: “Wir müssen gemeinsam mit unseren Ländern, die die Kontrollerfahrung haben, darüber reden.” Die Kölnische Rundschau ergänzt: “Auch das Wirtschaftsministerium will sich für mehr Sicherheit einsetzen.”

Was das Innenministerium bei den Themen Terroristen/Bombenplänen/Flüssigkeiten in Flugzeugen/Computern/Handgepäck vorgemacht hat, wollen die anderen Ministerien jetzt offenbar auch haben. Mehr Sicherheit durch mehr Kontrollen. Doch wie bei der inneren Sicherheit muss man sich bei der Spielzeugsicherheit fragen, ob es nicht reichen würde, die vorhandenen Systeme konsequent anzuwenden.

Die Verbraucherzentralen werben für das TÜV-geprüfte GS-Zeichen (”Geprüfte Sicherheit”) und halten das europaweites CE-Zeichen von Herstellern nicht für wirksam, weil keine Tests stattfänden.

schreibt die Rundschau. Und nebenbei lohnt es sich, mal wieder auf die Mechanismen der Freiheit bzw. der freien Marktwirtschaft zu bauen. Denn ob China diese nun will oder nicht - zumindest im Außenhandel zeigen die Regeln des Marktes auch dort ihre Wirkung:

Die chinesische Regierung hat nach den Skandalen um vergiftete und schadhafte Waren eine Kampagne für mehr Produktsicherheit ausgerufen. Nachlässigkeiten bei Inspektionen soll es nicht mehr geben. So [will] sie für mehr Sauberkeit und Sicherheit bei den wichtigsten Exportartikeln sowie in Restaurants, Kantinen, Schlachthäusern und beim Einsatz von Lebensmittelzusätzen und Schädlingsbekämpfungsmitteln sorgen.

weiß WELT ONLINE und bemerkt nebenbei, dass es in jüngster Zeit Exportskandale bei chinesischer Zahnpasta, Tierfutter, Reifen, Meeresfrüchten sowie mit tödlichen Chemikalien, die in Hustenmittel gelangt waren, gegeben habe. Nicht zu vergessen der Geländewagen Landwind, der bei Crash-Tests katastrophal abschnitt. Diese Häufung kann kein Zufall sein und ist wohl doch eher ein Fall für unseren Innenminister. Denn wir sind uns ganz sicher: dahinter stecken bestimmt die Pläne perfider Terroristen, die die Sicherheit unserer Produkte gefährden wollen.

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konsumo: Neues Verbraucher-Wiki hilft bei Kaufentscheidungen

Mittwoch, 22. August 2007

Mit konsumo öffnet ein neues Web-2.0-Portal für Verbraucher seine Pforten. Auf www.konsumo.de finden Internetnutzer objektive und allgemeingültige Produktinformationen, die ihnen bei Kaufentscheidungen helfen. Schon zum Start der öffentlichen Betaphase sind ausführliche Texte zu über 200 Produkten verfügbar. konsumo ist als Wiki angelegt; über eine einfach zu bedienende, grafische Benutzeroberfläche können Webnutzer bestehende Texte bearbeiten und neue Artikel erstellen.

Woran lässt sich erkennen, ob Frisch-Fisch wirklich noch frisch ist? Worauf ist beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung zu achten? Welche Features sollte eine Spiegelreflexkamera haben? Bei der Internetsuche nach objektiven Informationen über Konsumgüter zeigt sich: Derzeit gibt es keine deutschsprachige Web-Plattform, die abgesehen von Testberichten zu bestimmten Modellen allgemein gültige Produktinformationen für Verbraucher bereithält. konsumo (www.konsumo.de) schließt diese Lücke.

„Weil es immer weniger Fachgeschäfte in Deutschland gibt, ist eine eingehende und kompetente Einkaufsberatung nicht mehr selbstverständlich“, sagt Thomas Reintjes, einer der vier Gründer der konsumo GmbH. „Bei konsumo können die Verbraucher ihr Wissen miteinander teilen, damit sie genau das Produkt auswählen können, das ihren Ansprüchen genügt.“

Mehr als 200 Produkte zum Start: Verhütungsmittel, Kettensäge, Sonnencreme

Schon jetzt sind bei konsumo Texte zu mehr als 200 Produkten abrufbar: darunter Artikel zu Lebensmitteln wie Kaffee oder Kochsalz, zu Finanzprodukten wie Krankenversicherung oder Ratenkredit oder zu Elektronikartikeln wie Computer oder TFT-Bildschirm. Auch Kaufinteressenten für Sonnencreme, Verhütungsmittel oder Kettensägen können bei konsumo alles erfahren, was es über diese Produkte zu wissen gibt.

Damit künftig viele weitere Texte dazu kommen, setzt konsumo auf das Wiki-Prinzip: Alle Internetnutzer können gleichberechtigt an den Texten mitarbeiten und so ihr Fachwissen an andere weitergeben. Das Wiki-Prinzip sorgt dafür, dass die Artikel sowohl objektiv sind als auch aktuell bleiben.

Grafische Benutzeroberfläche erleichtert Wiki-Einstieg

Um möglichst viele Autoren zu gewinnen, erleichtert konsumo den Einstieg durch eine einfach zu bedienende grafische Benutzeroberfläche. Unerfahrene Einsteiger müssen keine abstrakten Befehle erlernen, um Texte formatieren und gestalten zu können. Die Bedienelemente bei konsumo funktionieren stattdessen wie bei gängigen Programmen zur Textverarbeitung.

Um eine einheitliche und übersichtliche Struktur der Artikel sicherzustellen, geben die Wiki-Autoren ihre Texte in eine vorgegebene Eingabemaske ein: Für jedes Produktmerkmal lässt sich ein weiteres Textfeld hinzufügen. So entsteht für jedes Produkt eine übersichtliche Checkliste, die alle für Verbraucher wichtigen Merkmale enthält. Damit die wichtigsten Features am Anfang des Textes stehen, können alle Internetnutzer über die Bedeutung der aufgelisteten Produktmerkmale abstimmen.

Noch viel zu tun

konsumo startet heute in die öffentliche Betaphase. Die Entwicklung der Seite ist allerdings noch lange nicht abgeschlossen: „Wir haben noch eine ganze Reihe von Ideen, die wir auf konsumo verwirklichen möchten“, sagt Thomas Reintjes.

429 Wörter – 3287 Zeichen (PDF-Version)

Ausführliche Informationen zu konsumo und den Gründern, die hinter dem Konzept stehen, sowie Bilder und Screenshots finden Sie im Pressebereich auf der konsumo-Website unter http://www.konsumo.de/presse

Barcamp Cologne 2: Doping für’s Hirn

Montag, 20. August 2007

Hilfe, wir haben zu viele Ideen! Das Barcamp in Köln (Technorati-Tag: barcampcologne2), war sehr inspirierend. In unseren Köpfen schwirren jetzt noch mehr Ideen herum als ohnehin schon - für konsumo, unser Leben und den ganzen Rest. Wir müssen das jetzt wohl erstmal sacken lassen, dann die Hälfte in die Tonne werfen, den Rest sortieren und in einer sinnvollen Reihenfolge abarbeiten.

Unsere Session sollte eigentlich ein Plädoyer und eine Marktanalyse für mehr erfolgreiche Wikis werden. Es gab aber so viele Fragen zu uns und konsumo, dass wir unfreiwillig genauso viel über unsere Plattform diskutiert haben wie über das Thema. Ein Dankeschön allen Teilnehmern für den Input, hier gibt’s unsere Folien.

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konsumo auf dem Barcamp Cologne 2

Freitag, 17. August 2007

barcampcologne2Erst standen wir auf der Warteliste, jetzt sind wir doch noch auf die Teilnehmerliste gerutscht und freuen uns um so mehr auf das zweite Barcamp in Köln (für Technorati: barcampcologne2). Für uns ist es das erste und wir sind gespannt, wie sowas funktioniert und freuen uns auf viele anregende Vorträge und Gespräche.

Eine Session planen wir auch gerade - es wird um Wikis gehen und die Frage, ob es neben Wikipedia noch Platz für weitere erfolgreiche Wikis gibt. Es ist ja mittlerweile wohl kein großes Geheimnis mehr, dass wir ein ebensolches planen. Mehr darüber auf dem Barcamp oder in den Videostreams von dort. Material zu unserer Session - so sie denn ihr Publikum findet - wird es dann auch hier zum Runterladen geben. Auf dem Barcamp (und für alle, die nicht dort sind, aber ganz lieb fragen) gibt es auch konsumo-private-beta-Accounts. :-)

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„Konsum wird zu einer zeitraubenden Nebenbeschäftigung“

Mittwoch, 15. August 2007

Würden alle Deutschen ihre elektrischen Geräte komplett ausschalten, statt sie im Standby-Betrieb weiterlaufen lassen, könnte man ein Atomkraftwerk abschalten. Dafür müssten aber alle mitmachen - leider ein eher unwahrscheinliches Szenario. Wohl deshalb fordert die Verbraucherschützerin Edda Müller ein Verbot der Standby-Funktion von elektrischen Geräten.

Im Interview mit dem T-Online-Portal onLeben spricht die ehemalige Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverband über Verbraucherschutz, Konsumverhalten und darüber, dass die Politik mehr Verantwortung im Verbraucherschutz übernehmen müsse:

Man kann nicht alle Verantwortung auf den “mündigen Verbraucher” schieben. Es gibt Faktoren, die er gar nicht sehen und überprüfen kann. Diese Dinge müssen durch klare Gesetze geregelt sein.

Es gebe Dinge, die der Verbraucher nicht beeinflussen kann, sagt Müller, auch wenn er vor dem Kauf noch so gut informiert ist. Es reiche demnach nicht mehr aus, die „Konsumkompetenz zu erhöhen“ - denn das sei jetzt schon „ein Riesenaufwand“.

Konsum wird zu einer zeitraubenden Nebenbeschäftigung, ja schon fast zur Hauptbeschäftigung.

Die Verbraucher stünden in einer Flut aus Angeboten und Informationen, die zum Beispiel durch Prospekte von Unternehmen bereitgestellt werden, so Edda Müller.

Genau aus diesem Grund haben wir konsumo gegründet. Damit Verbraucher sich im Informationsdschungel nicht verirren, wird unser Verbraucherportal objektive und interessensfreie Informationen über die unterschiedlichsten Produkte auf einer zentralen, übersichtlichen Plattform bereitstellten. Damit Konsum eben nicht zur Hauptbeschäftigung wird. Und damit die Verbraucher es einfacher haben mündige Kaufentscheidungen zu treffen und damit Einfluss auf die Hersteller zu nehmen. Dann braucht es auch weniger Verbote.

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