Neues Bewusstsein für den Energieverbrauch
Spätestens seit den neuen UN-Klimaberichten, dem G8-Gipfel und Live Earth ist der Klimawandel in der Politik, in der Wirtschaft und – was viel wichtiger ist – bei der Bevölkerung Thema. Denn erstens werden sich Politiker nur für eine effizientere Energieversorgung und erneuerbare Energien einsetzen, wenn sie sich dadurch Wahlerfolge versprechen. Und zweitens verbrauchen Privatpersonen in Haushalt und Verkehr rund die Hälfte der Endenergie – also die Energie, die nach Umwandlungsverlusten übrig bleibt – und können daher durch die Reduzierung des eigenen Energiebedarfs zur CO2-Reduktion erheblich beitragen. Hinzu kommt, dass geringerer Energieverbrauch fast immer mit finanziellen Vorteilen verbunden ist.
Es stellt sich ein neues Bewusstsein ein: Man macht sich Gedanken über den Spritverbrauch seines Autos, fragt sich, ob man seinen Urlaub auf Mallorca oder lieber an der Ostsee verbringt und achtet auf den Stromverbrauch technischer Geräte. Medien und Politik haben erreicht, dass sich viele Menschen fragen: „Was kann ich fürs Klima tun?“ Der Klimawandel beeinflusst heute Kaufentscheidungen.
Besonders Bewusste können sich ihren persönlichen CO2-Anteil ausrechnen lassen und dann überlegen, ob sie an ihrem Lebensstil etwas ändern können und wollen. Online-CO2-Rechner wie der der Wissenschaftssendung „Quarks und Co“ oder der des WWF errechnen anhand von Angaben zu Heizungsart, Wegstrecken mit Bahn und Auto, Ernährungsstil und Urlaubsreisen die persönliche Jahresproduktion von Kohlendioxid.
Früherer Eintrag zum Thema: Fernseher mit Nebenkosten




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