Die Grenzen des guten Geschmacks

Dienstag, 31. Juli 2007

Ich habe gute Erfahrungen mit Last.fm gemacht. Wer’s nicht kennt: Der Dienst analysiert meine Musik-Hörgewohnheiten und macht mir auf Basis dieser Analyse Vorschläge, was mir sonst noch gefallen könnte. Auf diese Weise habe ich schon viele neue Bands entdeckt und deren Musik auch gekauft. Insofern kann ich das Ergebnis einer Studie von novomind (via digital:next) gut nachvollziehen:

Bei der User-Generation unter 20 Jahren stehen selbstlernende Webdienste hoch im Kurs. Bereits 37,5 Prozent von ihnen benutzen solche Webleistungen häufig und lassen sich von Kaufempfehlungen inspirieren. Etwa die Hälfte der 21- bis 30-Jährigen hat diesen Dienst [„Last.fm“ oder „Pandora“] bereits ausprobiert, bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil sogar noch etwas höher.

Allein die Schlussfolgerung der Marktforscher, die - nebenbei bemerkt - ihre Studie auf weniger als 400 Befragungen stützen, mag ich nicht so recht teilen. Sie behaupten, Online-Shops könnten durch selbstlernende Wissensdatenbanken wie Last.fm oder Pandora neue Kunden gewinnen. Das muss man stark einschränken. Beispiel Amazon: Ähnlich wie die Musik-Communities meint dieser Händler, mir Vorschläge machen zu können, wie ich mein Geld loswerden kann. Aber das funktioniert hauptsächlich bei Musik und Literatur gut. Momentan möchte ich mir einen neuen USB-Stick kaufen. Dabei hilft mir die Amazon-Empfehlung basierend auf meinen bisherigen Käufen (Bücher, CDs, Bügeleisen, MemoryStick) nicht weiter. Denn die Wissensdatenbank, wie novomind es nennt, kann nicht wissen, was mir an einem USB-Stick wichtig ist. Ich lege keinen Wert auf bunte Farben, ein Display brauche ich nicht, aber klein sollte er sein und vor allem schnell. Wie sollen sich solche Präferenzen aus einem Käuferprofil ableiten lassen?

Datenbanken und Algorithmen, die die Gewohnheiten und Vorlieben von Verbrauchern analysieren und daraus Empfehlungen generieren, können nur gut funktionieren, wenn es um Geschmacksfragen geht, etwa bei Musik. Handelt es sich dagegen um Produkte, bei denen es um Funktionen und bestimmte Anwendungszwecke geht, kann die automatische Produktempfehlung über den schon heute üblichen Hinweis auf passendes Zubehör zu bereits gekauften Artikeln kaum hinaus gehen.

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konsumo beim Webmontag

Dienstag, 24. Juli 2007

Gestern konnten wir das Konzept des neuen Verbraucherportals konsumo erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.

Beim Web Montag treffen sich in Köln regelmäßig Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Venture Capitalists, Blogger, Designer und sonstige Interessenten und tauschen sich über Themen rund um das Web aus. Im Rahmen der zehnten Ausgabe des Kölner Web Montags lauschten rund 70 Teilnehmer der konsumo-Präsentation, mit der wir das Konzept des Verbraucherportals kurz und knapp vorstellten. Außerdem präsentierten unter anderem die Macher von mixxt, townster und TownKings ihre Konzepte - allesamt vielversprechende Web-2.0-Projekte.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Teilnehmern bedanken, die uns mit ihrem fachkundigen Feedback unterstützt haben und uns viele wertvolle Tipps und Anregungen gegeben haben.

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Kaufst du noch oder upgradest du schon?

Samstag, 21. Juli 2007

“Lust nach mehr” und “Upgrading”: Diese Stichwörter fassen die Ergebnisse einer Studie (via marktpraxis_blog) zusammen, die das Hamburger “Trendbüro” im Auftrag von eBay durchgeführt hat. Demnach haben Verbraucher ein wachsendes Bedürfnis nach neuen und besseren Produkten. Lust nach Upgrading eben, zu Deutsch: Aufstieg, Verbesserung.

“Billig” war gestern – das neue Konsum-Ideal heißt “Upgrading”. Damit ist das Bedürfnis gemeint, durch den Konsum die eigene Lebensqualität zu steigern. Es geht um die Lust auf hochwertigere und aufregendere statt immer billigere Produkte. Denn die Upgrade-Gesellschaft will immer “Premium” sein.

Ein weiter Aspekt der Studie ist das veränderte Verständnis des Begriffs “neu”. Heute werden als “neu” nur noch die neuesten Produkte bezeichnet, die gerade am Markt eingeführt wurden. Schon nach kurzer Zeit verlieren diese Produkte den Status neu und werden zu einem alten Produkt. Die Innovationszyklen haben sich drastisch verkürzt.

Aber: Auch das Kaufverhalten der Menschen hat sich geändert, sagt die Studie. So wollen Konsumenten eben nicht unbedingt nur neue Produkte kaufen, sondern hochwertige, aufregende, seltene Produkte - egal ob sie neu oder gebraucht sind.

Gebrauchte Produkte sind heute etabliert und verlieren ihren Makel. Je hochwertiger ein Produkt ist, desto weniger spielt der Unterschied zwischen “neu” und “alt” noch eine Rolle.

Konsumenten streben also nicht mehr nach möglichst billigen Produkten, sondern nach denen, die die Lebensqualität steigern. Das kann durch besonders hochwertige Produkte erreicht werden oder durch ständiges Kaufen der neuesten Produkte. Für letzteres ist es laut der Studie zudem wichtig, dass alte Produkte schnell und einfach verkauft werden können.

Flexibel aber kann nur sein, wer sich von Unbenutztem oder nicht mehr Benutztem einfach, schnell und erfolgversprechend trennen kann. Deshalb braucht die „Upgrade-Gesellschaft“ funktionierende Sekundärmärkte wie eBay, Flohmärkte, Secondhand-Geschäfte oder Tauschbörsen.

Upgrader brauchen also eBay. Über dieses Ergebnis der Studie hat sich Auftraggeber eBay bestimmt ganz besonders gefreut.

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Neues Bewusstsein für den Energieverbrauch

Dienstag, 17. Juli 2007

Spätestens seit den neuen UN-Klimaberichten, dem G8-Gipfel und Live Earth ist der Klimawandel in der Politik, in der Wirtschaft und – was viel wichtiger ist – bei der Bevölkerung Thema. Denn erstens werden sich Politiker nur für eine effizientere Energieversorgung und erneuerbare Energien einsetzen, wenn sie sich dadurch Wahlerfolge versprechen. Und zweitens verbrauchen Privatpersonen in Haushalt und Verkehr rund die Hälfte der Endenergie – also die Energie, die nach Umwandlungsverlusten übrig bleibt – und können daher durch die Reduzierung des eigenen Energiebedarfs zur CO2-Reduktion erheblich beitragen. Hinzu kommt, dass geringerer Energieverbrauch fast immer mit finanziellen Vorteilen verbunden ist.

Es stellt sich ein neues Bewusstsein ein: Man macht sich Gedanken über den Spritverbrauch seines Autos, fragt sich, ob man seinen Urlaub auf Mallorca oder lieber an der Ostsee verbringt und achtet auf den Stromverbrauch technischer Geräte. Medien und Politik haben erreicht, dass sich viele Menschen fragen: „Was kann ich fürs Klima tun?“ Der Klimawandel beeinflusst heute Kaufentscheidungen.

Besonders Bewusste können sich ihren persönlichen CO2-Anteil ausrechnen lassen und dann überlegen, ob sie an ihrem Lebensstil etwas ändern können und wollen. Online-CO2-Rechner wie der der Wissenschaftssendung „Quarks und Co“ oder der des WWF errechnen anhand von Angaben zu Heizungsart, Wegstrecken mit Bahn und Auto, Ernährungsstil und Urlaubsreisen die persönliche Jahresproduktion von Kohlendioxid.

Früherer Eintrag zum Thema: Fernseher mit Nebenkosten

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Beratung vor und nach dem Kauf

Freitag, 13. Juli 2007

Der Beratungsbedarf bei Produkten aller Art scheint nahezu unendlich groß zu sein. Während Verbraucher sich vor einer Kaufentscheidung künftig bei konsumo informieren können, gibt es für den Support nach dem Kauf die verschiedensten Plattformen: Hier kann jeder Internetnutzer vernünftige und alberne Fragen stellen, in der Hoffnung, dass andere sie ihm beantworten. Zum Beispiel: Kann ich mit einem Ventilator ein Segelboot antreiben?

Ein Fall für diese Frage-Antwort-Communities ist allerdings auch die Frage, wie tiefgründig sie tatsächlich werden können. Während hiogi sich ganz klar auf Alltagsfragen konzentriert, geht gutefrage.net in eine andere Richtung. Mit motorradfrage.net und sportlerfrage.net haben die Münchner jetzt zwei Ableger ins Leben gerufen, bei denen Platz für Spezielles ist: Hydraulik- oder Seilzugkupplung: Was ist leichter? Wie tausche ich die Rollen bei Inline Skates richtig?

Damit tritt gutefrage.net in Konkurrenz zu teils schon sehr etablierten Fachforen. Gegenüber diesen punkten die Frageplattformen mit einer deutlich niedrigeren Einstiegshürde: Die Bedienung ist sehr einfach und Neulinge müssen keine Angst haben, von einer eingeschworenen Community nicht ernst genommen zu werden. Auch den in Foren üblichen Rüffel wegen doppelt und dreifach gestellter Fragen müssen Nutzer bei den neuen Plattformen nicht befürchten: Neue Fragen werden automatisch auf Redundanz geprüft.

Fraglich ist aber, ob nicht mit den oben genannten Beispielen schon eine Obergrenze im Niveau für Q&A-Portale erreicht ist. Zum einen, weil sich wirklich qualifizierte und engagierte Antwortgeber dann doch eher in den Fachforen tummeln. Zum anderen, weil Verbraucher, die Fragen zu einem bestimmten Produkt haben, gezielt nach diesem suchen werden. Sie werden dann entweder auf den Seiten des Herstellers oder eben wiederum auf einer privaten Fach-Support-Site landen. Genau so, wie Konsumenten, die sich schon für einen bestimmten Hersteller entschieden haben, sich vor dem Kauf direkt bei diesem informieren werden und nicht etwa auf konsumo.de.

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Die Macht der Verbraucher

Dienstag, 10. Juli 2007

Verbraucherinnen und Verbraucher beeinflussen mit ihrer Kaufentscheidung maßgeblich die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Gestern widmete sich der “Erste Deutsche Verbrauchertag” diesem Thema unter dem Motto “Verbrauchermacht und Verantwortung”. Mit von der Partie war auch reichlich Polit-Prominenz - unter anderem Bundespräsident Horst Köhler. Der betonte den großen Einfluss der Verbraucher (via Hamburger Abendblatt):

“Wir haben Macht. Unsere Macht ist die Nachfrage”, sagte Köhler. “Unser eigener Warenkorb mag klein sein, aber wir alle zusammen bewegen täglich riesige Gütermengen.”

Dass die Verbraucher einen riesigen Einfluss haben, belegt der Tagesspiegel auch mit Zahlen:

Der private Konsum hat am Bruttoinlandsprodukt, das den Wert aller in Deutschland produzierten Waren und Dienstleistungen widerspiegelt, einen Anteil von über 58 Prozent – damit sind die Verbraucher in ihrer Eigenschaft als Käufer, Kunden und Konsumenten wirtschaftlich bedeutender als die Unternehmen.

Voraussetzung dafür, dass die Verbraucher ihre Marktmacht ausspielen können, seien vor allem bessere Informationen über Produkte und deren Herstellung, so Köhler laut einer Pressemitteilung der Bundesregierung. Eine Möglichkeit die Informationslage zu verbessern, sind für den Bundespräsidenten Qualitäts-Siegel, die den Kunden die Auswahl der Produkte erleichtern.

Doch Verbraucher sind nicht unbedingt auf staatliche Unterstützung angewiesen, um sich vor dem Einkauf zu informieren. Nicht genannt hat Köhler zum Beispiel die wachsende Bedeutung des Internets für den Informationsaustausch unter Verbrauchern: Im Web können Verbraucher ihr Wissen miteinander teilen - zum Beispiel demnächst bei konsumo.

Welchen Weg die Vebraucher auch wählen, sie haben laut Köhler nicht nur das Recht, sondern auch eine moralische Pflicht, sich ausreichend zu informieren - vor allem im Hinblick auf die Sozial- und Umweltstandards, die bei der Produktion bestimmter Produkte eingehalten oder eben missachtet werden. Jeder Konsument könne dazu beitragen, dass “die Erde nicht ramponiert wird”, so Köhler.

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Twain, Impuls-Antrieb, Pictbridge – Häh?!

Samstag, 7. Juli 2007

Technik soll den Menschen dienen. Tut sie in der Regel auch. Noch nie hatten Kameras, Backöfen oder Home Entertainment Center so viele Funktionen. Noch nie konnten Geräte so viel auf einmal. Und noch nie war die Auswahl verschiedener Ausführungen von technischen Produkten so groß wie heute. Was erstmal gut klingt, genau darin liegt auch das Problem: Viele Menschen sind überfordert.

Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (via Pressetext) hat nun ergeben, dass sich 70 Prozent aller Konsumenten beim Online-Kauf von komplexen technischen Geräten überfordert fühlen. Insbesondere treffe dies auf technisch weniger versierte und ältere Menschen zu. Kein Wunder. Wer soll sich inmitten von “DVI”, “Spindelarretierung”, “Spiegelvorauslösung” und “Pivot-Funktion” auch noch zurechtfinden?

Das Wiener Unternehmen “Smart Information Systems”, das die Studie in Auftrag gegeben hat, hat eine Suchmaschine entwickelt, die Kunden beim Kauf von komplexen Produkten beraten soll. Das Programm soll die Modelle empfehlen, die besonders zu den Wünschen des Kunden passen.

Internetnutzer können die Suchmaschine auf der Internetseite www.universal.at/produktberater testen und ihren Wunschfernseher finden. So können sie zum Beispiel wählen, ob sie einen LCD-, einen Plasma- oder einen Röhrenfernseher kaufen möchte. Die Produktsuchmaschine wertet diese Wünsche zusammen mit weiteren Angaben wie Preis- und Größenvorstellungen aus und zeigt die passenden Modelle an.

Verbraucher können die Fernseher-Suchmaschine jedoch nur richtig bedienen, wenn sie wissen, was der Unterschied zwischen einem Plasma- und einem LCD-Fernseher ist und warum das Label “HD-Ready” wichtig ist. konsumo soll genau solche Wissenslücken schließen: Das Verbraucherportal informiert demnächst ausführlich und objektiv über Produkte und deren Funktionen.

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Klinikcharts: Patienten wissen am besten, was gut ist

Freitag, 6. Juli 2007

Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet auf ihrer Internetseite jetzt einen Klinikführer an. Damit soll es für zukünftige Patienten leichter sein, das für sie beste Krankenhaus zu finden. Die Bewertungen beruhen auf 50.000 Fragebögen, die Patienten ausgefüllt haben.

Das Bemühen der Krankenkasse zeigt, dass Internetseiten dieser Art immer wichtiger werden. Verbraucher - in diesem Fall Patienten - möchten sich ausgiebig und möglichst unabhängig informieren, bevor sie sich entscheiden. Das bestätigen auch die Verbraucherzentralen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Verständlichkeit der Bewertungen gelegt. Gerade die Meinungen der Patienten machen das Angebot glaubhaft.

Die Krankenkasse macht dies in ihrer Pressemitteilung deutlich.

“Die von den Krankenhäusern gelieferten Qualitätsberichte sind für Laien meist unverständlich und auch nicht umfassend genug”, betonte Dr. Christoph Straub, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der TK. “Mit dem Klinikführer der neuesten Generation fügen wir die Perspektive hinzu, die für Verbraucher hilfreich ist, nämlich die Erfahrungen anderer Patienten”, so Straub.

Auch andere Krankenkassen bieten Klinikführer im Internet an.

Unser Team ist topfit, eine Klinik brauchen wir gerade nicht. Für uns lautet die Essenz: Die Meinung anderer Verbraucher hilft Interessenten weiter und wird von diesen nachgefragt - wir gehen mit konsumo also in die richtige Richtung.

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Die gelbe Gefahr

Mittwoch, 4. Juli 2007

Die Post will viel mehr als unsere Stimme (Screenshot)Die Deutsche Post sucht den Postboten des Jahres und will unsere Stimme. Doch eigentlich will sie viel mehr: Informationen über Einkommensverhältnisse und unsere Unterschrift.

Neu ist eigentlich nur die Dreistigkeit. Übermittelten früher, so sagt man, nur die Briefträger ihre Beobachtungen über Häuser und Haushalte an ihren Arbeitgeber, geht Deutsche Post jetzt in die Offensive: Das Unternehmen will sich offensichtlich nicht mehr mit Informationen aus zweiter Hand begnügen und fragt in großem Stil persönliche Daten direkt bei ihren Kunden ab. Zumindest im Verbreitungsgebiet des Wochenspiegels aus Wittenberg verteilt die Post einen zweifelhaften Fragebogen.

Vorgeblich wende sich der Fragebogen mit der Anrede “Liebe Autofahrerin, lieber Autofahrer” an Autofahrer, berichtet der Wochenspiegel. Erst wird ein bisschen Schönwetter gemacht…

Denken Sie gelegentlich darüber nach, wie wir in Zukunft Auto fahren werden? Ihre Meinung ist uns wichtig! Wie kann ein Fahrzeug aussehen, das die Umwelt und den Geldbeutel schont, zuverlässig ist und Spaß am Fahren bereitet?

…doch dann kommt die Post zur Sache:

Welche Personen leben ständig in ihrem Haushalt? Welche Tätigkeit üben Sie zurzeit aus? Wie hoch ist das monatliche Netto-Einkommen Ihres Haushalts nach Abzug der Steuern und Sozialversicherung?

Solch wertvolle Daten wollte die Post dann offenbar nicht verwässern, indem sie den Fragebogen anonym hält. Weit gefehlt: Dem Bericht ist zu entnehmen, dass er zumindest ein Unterschriftsfeld enthält. Mit der Unterschrift stimme der Befragte zu, dass seine personenbezogenen Daten für Marktforschungs-, Marketing und Werbezwecke verwendet werden dürfen, heißt es.

Und was macht die Post mit den Daten? Verkaufen! Wer ins Raster passt, bekommt dann Werbung ins Haus. Und je nachdem wer die Daten kauft, wird dann auf deren Basis zum Beispiel entschieden, ob der Kunde im Versandhaus per Rechnung oder nur per Vorkasse bezahlen darf.

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