Fernseher mit Nebenkosten

Toll, dieses digitale Satellitenfernsehen. Damit kann ich jetzt auch die Kanäle sehen, auf denen alles wiederholt wird, was ich zuvor verpasst habe (übergangsweise, bis es vernünftiges TV on Demand gibt). Praktischerweise hat mir dieses digitale Recyclingprogramm dann direkt einen Beitrag präsentiert, der mich bei der Wahl eines neuen Fernsehers ein Stück weiter gebracht hat. Die ZDF-Sendung WISO berichtete über den Stromverbrauch von Fernsehern:

Haben etwa manche kleinen LCD-Fernseher mit 51 Zentimetern Bildschirmgröße nur etwa 50 Watt Leistungsaufnahme, erreichen große Geräte mit mehr als 100 Zentimetern Bildschirmdiagonale schon mal mehr als 500 Watt. Auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Fernsehers hochgerechnet können sich die Stromkosten so locker auf mehr als 1700 Euro summieren.

EU-Label für Kühl- und GefriergeräteDabei komme es mehr auf die Bildschirmdiagonale an als auf die eingesetzte Technik. Egal ob Plasma, Röhre oder LCD - entscheidend sei, ob das Gerät vom Hersteller hinsichtlich des Stromverbrauchs optimiert ist. Eine Kennzeichnung der Geräte mit Energieeffizienzklassen, wie es etwa von Kühlschränken bekannt ist, ist bei Unterhaltungselekronik bisher nicht zu finden.

WISO erwähnt aber eine sehr ausführliche Liste des BUND, die den Stromverbrauch aktueller TV-Geräte aufführt. Dabei wird so mancher Stromfresser enttarnt: Geräte mit ähnlich großer Bildschirmdiagonale können sich im Stromverbrauch deutlich unterscheiden. Oft liegen die Kosten für zehn Jahre Betrieb, die der BUND angibt, beim schlechtesten Gerät einer Klasse drei- bis viermal höher als beim besten.

Und auch wer sich einen neuen Kühlschrank kauft, kann sich vorab im Netz über den Stromverbrauch informieren: Mit dem KühlCheck der Seite “Klima sucht Schutz”. Dort kann man sich auch gleich ausrechnen lassen, wie viel besser ein neues Gerät im Vergleich zum alten ist. Selbst wenn der alte Kühlschrank noch funktioniert, lohnt sich ein Blick auf die Seite:

Sowohl für die Umwelt als auch finanziell kann sich lohnen, ein noch funktionstüchtiges Kühl- und Gefriergerät zu entsorgen. Dies bestätigt eine Analyse der BASF: Hauptfaktor der Umweltbelastung ist der Stromverbrauch während der Nutzung. Herstellung, Transport und Entsorgung spielen eine geringere Rolle. Ein zehn Jahre altes Gerät mit hohem Verbrauch gegen ein sparsames Modell auszutauschen, ist daher empfehlenswert.

WISO erwähnt übrigens nebenbei, dass Verkäufer in den von der Redaktion getesteten Geschäften meist keine Ahnung vom Stromverbrauch der Geräte haben. Aber bald gibt es ja konsumo…

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