Produktmerkmal Nährwert: Bald auf jeder Verpackung?

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wir sind ja schon ein bisschen stolz darauf, dass konsumo sich nicht wie so viele andere Seiten nur auf Elektronik-Artikel konzentriert. Zu fast jedem Produkt lässt sich sinnvolle Kaufberatung leisten. So haben wir bei konsumo auch Texte über Hygieneartikel und planen Artikel über Dienstleistungen. Einen großen Bereich bilden mittlerweile Lebensmittel. Bei der Recherche zu diesem Thema habe ich mich schon seit längerem gefragt, warum eigentlich auf manchen Verpackungen Nährwerttabellen zu finden sind und auf manchen nicht. Die Antwort ist verblüffend einfach: Die Angabe ist freiwillig. Bisher jedenfalls.

Foto: 'Organic tea nutrition fact sheet' von Bruno GirinDie Bundesregierung hat kürzlich beschlossen, die Kennzeichnungspflicht auf EU-Ebene voranzutreiben. Verbraucherschützer vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordern dies schon länger. Jetzt haben sie die Hoffnung, dass sich etwas bewegt:

Von einer künftigen europäischen Regelung erwartet der vzbv eine Kennzeichnungspflicht für die sogenannten “big eight” bei jedem Lebensmittel. Diese acht Nahrungsbestandteile sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung. Dazu gehören Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kalorien, Salz, Ballaststoffen.

Ob sich die Verbraucherschützer allerdings mit ihrer Forderung durchsetzen können, dass direkt auf der Vorderseite einer Verpackung ablesbar ist, ob es sich um ein fett- oder zuckerreiches Produkt handelt, darf bezweifelt werden.

Die Antwort der EU ließ indes erstaunlich kurz auf sich warten. Gestern nahm die EU-Kommission ein Weißbuch an, das zahlreiche Vorschläge enthält, wie mit der Ernährung zusammenhängende Gesundheitsprobleme angegangen werden könnten. EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou sagte dazu:

Die Verbraucher entscheiden, was sie essen wollen, aber sie sollten in der Lage sein, ihre Entscheidungen in Kenntnis der Sachlage zu treffen, und aus einem angemessenen Angebot an gesunden Optionen wählen können. Aus diesem Grund überprüft die Kommission die Möglichkeiten der Nährwertkennzeichnung, und sie appelliert an die Industrie, sich in der Werbung verantwortungsvoll zu verhalten.

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Geiz ist nicht mehr geil

Mittwoch, 30. Mai 2007

Kaum ein Werbeslogan hatte in der jüngeren Vergangenheit soviel Nachhall wie “Geiz ist geil”: Fünf Jahre lang ging die Elektronikkette Saturn mit dem einprägsamen Spruch auf die Nerven. In Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation und sinkender Reallöhne brachte der Werbespruch die Mentalität der Verbraucher auf den Punkt - Sparsamkeit war Trumpf.

Doch das Motto “Hauptsache billig” spiegelt nun offenbar nicht mehr das Konsumverhalten der Deutschen wider. Denn Saturn hat jetzt angekündigt, nicht mehr länger mit dem erfolgreichen Slogan zu werben. Das ist voll im Trend, glaubt man einem Exemplar der seltsamen Spezies “Trendforscher”, das das Manager Magazin zitiert:

“Die reine Orientierung am Preis ist überholt”, sagt Peter Wippermann, Gründer des Hamburger Trendbüros. “Heute geht es um Werte statt um Preise. Die Kunden wollen in ein Produkt wieder Vertrauen haben.”

Den Trend weg vom Schnäppchen hin zum Qualitätsprodukt bestätigt auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts tns infratest im Auftrag der Wirtschaftswoche (veröffentlicht in Absatzwirtschaft via ViralMarketing). Demnach sind die Deutschen wieder bereit, mehr Geld für ein Gerät mit dem Label Made in Germany zu bezahlen.

Der Erhebung zufolge sind von mehr als 1000 Befragten 57 Prozent bereit, für Haushalts-Elektrogeräte aus deutscher Produktion mehr zu zahlen, bei Lebensmitteln sind es 56 Prozent, bei Medikamenten 52 Prozent. Bei Elektrogeräten achten 70 Prozent der Konsumenten darauf, dass die Produkte in Deutschland hergestellt werden, bei Lebensmitteln sind es 66 Prozent und bei Werkzeugen suchen 61 Prozent der Kunden hierzulande hergestellte Artikel.

Damit Verbraucher ein gutes Produkt auswählen zu können, reicht es natürlich nicht aus, nur auf das Herstellungsland zu achten. Denn auch hierzulande werden nicht nur qualitativ hochwertige Produkte hergestellt. Um aus der Vielzahl der Alternativen das Produkt auswählen zu können, das den individuellen Ansprüchen am ehesten genügt, brauchen Verbraucher mehr Informationen; konsumo kommt also zur richtigen Zeit.

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konsumo im Stealth Mode

Dienstag, 29. Mai 2007

Es scheint wohl zwei Herangehensweisen zu geben, wenn man etwas Neues vorhat. Entweder man macht von vornherein ein großes Tamtam und macht die ganze Welt immer neugieriger oder man werkelt heimlich still und leise vor sich hin und wächst unbeobachtet heran, bis man reif ist für das freie Internet. Wir haben uns für die zweite Version entschieden, wie einige andere auch. Wir hatten dabei ganz ähnliche Gedanken und ähnliche Probleme wie diese. So langsam trauen wir uns aber nach draußen und werden allmählich hungrig nach Feedback. konsumo bleibt zwar vorerst unter Verschluss, die ersten Betatester haben wir aber eingeladen, sich die Seite anzusehen und Fehler aufzuspüren. Nach und nach werden wir nun den Kreis erweitern, dem wir konsumo zeigen.

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Fernseher mit Nebenkosten

Sonntag, 20. Mai 2007

Toll, dieses digitale Satellitenfernsehen. Damit kann ich jetzt auch die Kanäle sehen, auf denen alles wiederholt wird, was ich zuvor verpasst habe (übergangsweise, bis es vernünftiges TV on Demand gibt). Praktischerweise hat mir dieses digitale Recyclingprogramm dann direkt einen Beitrag präsentiert, der mich bei der Wahl eines neuen Fernsehers ein Stück weiter gebracht hat. Die ZDF-Sendung WISO berichtete über den Stromverbrauch von Fernsehern:

Haben etwa manche kleinen LCD-Fernseher mit 51 Zentimetern Bildschirmgröße nur etwa 50 Watt Leistungsaufnahme, erreichen große Geräte mit mehr als 100 Zentimetern Bildschirmdiagonale schon mal mehr als 500 Watt. Auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Fernsehers hochgerechnet können sich die Stromkosten so locker auf mehr als 1700 Euro summieren.

EU-Label für Kühl- und GefriergeräteDabei komme es mehr auf die Bildschirmdiagonale an als auf die eingesetzte Technik. Egal ob Plasma, Röhre oder LCD - entscheidend sei, ob das Gerät vom Hersteller hinsichtlich des Stromverbrauchs optimiert ist. Eine Kennzeichnung der Geräte mit Energieeffizienzklassen, wie es etwa von Kühlschränken bekannt ist, ist bei Unterhaltungselekronik bisher nicht zu finden.

WISO erwähnt aber eine sehr ausführliche Liste des BUND, die den Stromverbrauch aktueller TV-Geräte aufführt. Dabei wird so mancher Stromfresser enttarnt: Geräte mit ähnlich großer Bildschirmdiagonale können sich im Stromverbrauch deutlich unterscheiden. Oft liegen die Kosten für zehn Jahre Betrieb, die der BUND angibt, beim schlechtesten Gerät einer Klasse drei- bis viermal höher als beim besten.

Und auch wer sich einen neuen Kühlschrank kauft, kann sich vorab im Netz über den Stromverbrauch informieren: Mit dem KühlCheck der Seite “Klima sucht Schutz”. Dort kann man sich auch gleich ausrechnen lassen, wie viel besser ein neues Gerät im Vergleich zum alten ist. Selbst wenn der alte Kühlschrank noch funktioniert, lohnt sich ein Blick auf die Seite:

Sowohl für die Umwelt als auch finanziell kann sich lohnen, ein noch funktionstüchtiges Kühl- und Gefriergerät zu entsorgen. Dies bestätigt eine Analyse der BASF: Hauptfaktor der Umweltbelastung ist der Stromverbrauch während der Nutzung. Herstellung, Transport und Entsorgung spielen eine geringere Rolle. Ein zehn Jahre altes Gerät mit hohem Verbrauch gegen ein sparsames Modell auszutauschen, ist daher empfehlenswert.

WISO erwähnt übrigens nebenbei, dass Verkäufer in den von der Redaktion getesteten Geschäften meist keine Ahnung vom Stromverbrauch der Geräte haben. Aber bald gibt es ja konsumo…

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Pixelmonster

Mittwoch, 16. Mai 2007

Beginnen wir dieses Blog doch einfach mal mit einem Off-Topic-Beitrag.

Seit einigen Tagen fallen mir auf dem Weg ins Büro jedes Mal kleine Mosaike auf. Keine Ahnung, ob sie neu sind oder schon seit Jahren an den Häuserwänden hängen. Und erst recht keine Ahnung, was sie bedeuten sollen! Wollen sie für etwas werben? Weisen sie den Weg in die Zocker-Hölle? Und wer hat sie eigentlich an den Wänden angebracht? Gibt es sie nur in Köln?



Vielleicht weiß es ja einer von Ihnen. Oder vielleicht kennt jemand noch mehr Pixelmonster? Die drei, die ich bisher in Köln gefunden habe, habe ich in eine Karte eingetragen - fügen Sie Ihre hinzu, indem Sie sie bei Flickr mit pixelmonster spaceinvader taggen. Ansonsten wünsche ich allseits fröhliches verschwörungstheoretisieren!

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